Italien fordert längere Umsetzungsfrist für Nato-Verteidigungsziele
Italien plädiert für eine Verlängerung der Frist für die Umsetzung der neuen Nato-Ziele bezüglich höherer Verteidigungsausgaben auf mindestens zehn Jahre. Der italienische Außenminister Antonio Tajani betonte bei einem Treffen in Rom mit Ministern und Vertretern mehrerer europäischer Länder die Notwendigkeit einer flexiblen zeitlichen Gestaltung, um diese Anpassungen sinnvoll umsetzen zu können.
Die Konferenz wurde ebenfalls von Nato-Generalsekretär Mark Rutte sowie der EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas besucht. Minister Tajani äußerte sich optimistisch über eine baldige Einigung im Vorfeld des bevorstehenden Nato-Gipfels in Den Haag, der in weniger als zwei Wochen stattfinden soll.
Laut Rutte soll die neue Verpflichtung der Nato-Mitglieder darin bestehen, mindestens 3,5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) in die Verteidigung zu investieren. Darüber hinaus könnten weitere 1,5 Prozent des BIP für verteidigungsrelevante Ausgaben hinzukommen. Ein genaues Datum für die Umsetzung dieser Ziele sei jedoch noch nicht festgelegt, wie Rutte erklärte. Diese Themen sind weiterhin Bestandteil der laufenden Diskussionen.

