Iranische Revolutionsgarden setzen Öltanker im Persischen Golf fest
Die iranischen Revolutionsgarden haben im Persischen Golf zwei Öltanker unter der Anklage von Treibstoffschmuggel gestoppt. Laut Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Irna operieren die Schiffe nun auf Anordnung der Justiz in Richtung der Hafenstadt Buschehr. Noch ist unklar, welche Flagge die Schiffe führen.
Diese Festsetzung erfolgt vor dem Hintergrund wiederholter Drohungen von Marine-Kommandeuren Irans, die bedeutende Seeroute im Persischen Golf blockieren zu können. Nach Angaben der iranischen Seite sollen über drei Millionen Liter Treibstoff in Buschehr entladen werden. Diese jüngsten Entwicklungen heizen die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Teheran weiter an.
Die USA beschuldigen die iranische Marine, den zivilen Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus sowie im Golf von Oman zu stören. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern nahmen in den letzten Tagen weiter zu, verstärkt durch die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, der Teheran mit militärischen Maßnahmen konfrontiert, sollte es nicht zu einem neuen Atomabkommen kommen.
Trump hatte versucht, die Atomverhandlungen durch einen Brief an die iranische Führung neu zu beleben. Teheran zeigt sich jedoch ablehnend gegenüber direkten Gesprächen, steht aber einem Dialog über Vermittler nicht völlig verschlossen gegenüber. Die von Amerika verlassenen Wiener Atomabkommen aus dem Jahr 2018 belasten weiterhin das internationale Verhältnis.
Mit Trumps einseitigem Ausstieg kam es zu Nichteinhaltungen der Abkommensauflagen von beiden Seiten. Zudem warnt die Regierung Israels immer wieder vor möglichen nuklearen Ambitionen des Irans und behält sich das Recht auf eigene militärische Aktionen vor.

