Iran und USA: Trump signalisiert Interesse an diplomatischer Annäherung
US-Präsident Donald Trump äußerte gegenüber dem Nachrichtenportal "Axios", dass die iranische Regierung Interesse an einer diplomatischen Lösung der angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem Iran bekunde. Trump erklärte, die Situation mit dem Iran sei „im Fluss“, insbesondere durch das Entsenden einer umfangreichen US-Kriegsflotte in die Region. Diese Armada, die neben dem Iran positioniert sei, sei noch größer als jene bei Venezuela. Trotz dieser militärischen Präsenz sei Trump davon überzeugt, dass Teheran ein Abkommen anstrebe. Er verwies darauf, dass iranische Vertreter bereits mehrfach das Gespräch gesucht hätten.
Ein Verband von Kriegsschiffen, angeführt durch den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln", ist mittlerweile vor Ort, bestätigte das Regionalkommando des US-Militärs Centcom. Genauere Details zur Position der Schiffe wurden nicht bekannt gegeben.
In jüngster Vergangenheit hatte Trump eine militärische Intervention in Iran aufgrund der Tötung von Demonstranten während der Massenproteste in der Islamischen Republik nicht ausgeschlossen. Laut "Axios" ist jedoch noch keine endgültige Entscheidung bezüglich einer militärischen Antwort gefallen. Diese Woche stehen für Trump voraussichtlich weitere Beratungen mit seinen Sicherheitsberatern an, die ihm zusätzliche militärische Optionen unterbreiten sollen. Der Flugzeugträger und die begleitenden Kriegsschiffe bieten Trump strategische Wahlmöglichkeiten für einen potenziellen Angriff auf den Iran, wie das "Wall Street Journal" berichtet.

