Iran hofft auf neue Verhandlungen: Das Atomabkommen und seine Chancen
Irans Vizepräsident Mohammed-Dschawad Sarif äußerte seine Hoffnung auf einen erneuten Atomdeal mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos betonte Sarif, dass er darauf hofft, dass ein 'Trump Zwei' ernsthafter, fokussierter und realistischer vorgeht. Diese Aussage erfolgte vor dem Hintergrund der Frage, weshalb der Iran davon ausgeht, dass die USA einem neuen Abkommen zustimmen könnten. 2018 hatte Trump die USA einseitig aus dem Wiener Atompakt zurückgezogen und scharfe Sanktionen gegen den Iran verhängt.
Der Konflikt um das iranische Atomprogramm eskalierte zuletzt erneut. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte formelle Kritik geäußert, woraufhin der Iran die Inbetriebnahme tausender neuer Zentrifugen ankündigte. Derzeit erfolgt die Anreicherung von Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent, wobei Experten für Atomwaffen eine Reinheit von über 90 Prozent als notwendig erachten. Besorgniserregend sind auch die Drohungen aus Israel, das wiederholt mit der Zerstörung iranischer Nuklearanlagen drohte.

