Intuitive Machines bringt zweiten Lander auf den Mond – erneuter Fehltritt bei der Landung
Ein Jahr nach dem bahnbrechenden Erfolg ihrer ersten kommerziellen Mondlandung hat die US-Raumfahrtfirma Intuitive Machines erneut einen Lander auf den Erdtrabanten gebracht. Doch ähnlich wie beim vorherigen Versuch fand auch dieses Mal das Gefährt nicht den erforderlichen Halt und kippte um. Die aktuellen Übertragungen zeigen den Lander „Athena“ auf der Seite liegend, was das Unternehmen in einer kürzlichen Mitteilung bestätigte.
Da die Batterien von „Athena“ inzwischen leer seien und aufgrund der suboptimalen Ausrichtungen der Solarpanels sowie den extremen Bedingungen im Krater, rechnen die Experten von Intuitive Machines nicht mit einer Wiederbelebung des Landers. Erste Daten, die noch übertragen werden konnten, befinden sich derzeit in der Auswertung. Leider ist die Mission offiziell für beendet erklärt worden.
„Odysseus“, der Vorgänger von „Athena“, hatte ebenfalls mit Stabilitätsproblemen zu kämpfen. Dennoch konnte er damals signifikante Daten übermitteln, nachdem er in einer Schräglage auf dem Mond zur Ruhe kam. Die aktuelle Landung fand, so berichtet Intuitive Machines, am Berg Mons Mouton im mondzugewandten Südpolargebiet statt, wobei der Landeplatz wegen seiner extremen Umgebung zuvor gemieden wurde.
Mondlandungen sind nach wie vor eine technische Herausforderung. „Jeder Erfolg beim Ankommen auf dem Mond ist ein guter Tag für die Menschheit“, betonte Tim Crain, Technologie-Chef der Firma, bei einer Pressekonferenz.
Interessanterweise ereignete sich diese Mondlandung nur wenige Tage bevor Firefly Aerospace mit „Blue Ghost“ einen weiteren erfolgreichen Schritt auf dem Mond markierte. In einer gleichzeitig angelaufenen Mission sollte „Athena“ helfen, Bodenschätze und Wasservorkommen auf dem Mond zu erforschen. Das ambitionierte Projekt beinhaltete den Einsatz modernster Technik, darunter ein Bohrer, ein Massenspektrometer und kleine Rover für weitere Erkundungen.
Die „IM-2“-Mission ist Bestandteil der NASA-Initiative CLPS, die durch die Kooperation mit privaten Unternehmen effizient und kostengünstig wertvolles Wissen sammeln möchte. Zahlreiche Organisationen, darunter auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), waren an diesem Projekt beteiligt.

