Internet-Blackout im Iran: Kommunikationskanäle unterbrochen
Im Zuge der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen im Iran ist das Land nahezu vollständig von der digitalen Welt abgeschnitten. Die Organisation Netblocks, die als renommierter Wächter von Internet-Restriktionen fungiert, bestätigte eine 'beinahe vollständige nationale Internetsperre'. Auch Bewohner von Teheran beschrieben die Situation via Telefon als besorgniserregend, da der Internetdienst ausfalle.
Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr erklärte das dortige Kommunikationsministerium die Maßnahme damit, dass das nationale Netzwerk von feindlichen Kräften für kriegerische und gefährdende Aktivitäten missbraucht wurde. Ziel der Abschaltung sei es, das Leben und die Besitztümer unschuldiger Bürger vor Schaden zu bewahren, hieß es weiter. Trotz dieser Einschränkungen bleibe der Zugang zur Kommunikation innerhalb des Landes gewährleistet.
Erschwerend für die internationale Gemeinschaft kommt hinzu, dass etwa drei Stunden nach Beginn der Netzsperre auch die telefonische Erreichbarkeit des Iran aus dem Ausland massiv beeinträchtigt wurde. Dies wirft erneut Fragen zur Kommunikationsoffenheit und -sicherheit im Krisengebiet auf.

