Intensivierte Untersuchungen gegen Goldwind: Subventionsverdacht erhärtet?

Die Europäische Kommission hat ihre Untersuchungen gegen den chinesischen Windkraftgiganten Goldwind hinsichtlich potenzieller Wettbewerbsverzerrungen intensiviert. Laut der Brüsseler Behörde stehen mögliche drittstaatliche Subventionen im Raum, die den fairen Wettbewerb im EU-Binnenmarkt beeinträchtigen könnten. Im Fokus der Ermittlungen stehen finanzielle Zuschüsse, steuerliche Sonderregelungen sowie bevorzugte Finanzierungsformen, die Goldwind einen Vorteil im europäischen Markt verschaffen könnten.
Bereits im vergangenen Frühjahr hatte die Kommission erste Prüfungen gegen chinesische Windkraftanbieter eingeleitet. Anlass waren Berichte über unlautere Wettbewerbsvorteile durch ausländische Subventionen, besonders bei Projekten in Ländern wie Spanien, Griechenland, Frankreich, Rumänien und Bulgarien. Die aktuelle vertiefte Analyse soll bestätigen, ob Goldwind tatsächlich solche fremden Unterstützungen erhalten hat, die den Markt beeinflussen.
Das Unternehmen aus China operiert hauptsächlich in der Herstellung, Forschung und Wartung von Windturbinen und ist über verschiedene Tochtergesellschaften auf dem europäischen Markt präsent. Während Brüssel und Peking sich schon länger über staatliche Eingriffe wie in der E-Auto- und Photovoltaik-Industrie streiten, stellt sich nun die Frage, ob auch die Windkraftbranche betroffen ist. Die Einleitung der tiefgehenden Untersuchung bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass Verstöße festgestellt wurden, betonte die Kommission.

