Intensive Verhandlungen in Bonn: Weichenstellung für Weltklimakonferenz in Brasilien
In Bonn sind die zehntägigen Vorbereitungsverhandlungen für die bevorstehende Weltklimakonferenz im November in Brasilien zu Ende gegangen. Der deutsche Staatssekretär für Klima, Jochen Flasbarth, hebt die Relevanz dieser Zusammenkunft als wichtigen 'Realitätscheck' hervor. Entscheidend sei es nun, dass die Bemühungen zur Begrenzung der Erderwärmung in den neuen Klimaplänen der etwa 200 beteiligten Staaten sichtbar werden. Bis 2025 sollen alle Länder ihre jeweiligen Strategien vorlegen und erläutern, wie sie bis 2035 ihre klimaschädlichen Emissionen im Sinne der 1,5-Grad-Grenze reduzieren wollen. Während einige Staaten bereits ihre Pläne vorgelegt haben, arbeiten die EU und zahlreiche andere Nationen noch an ihren konkreten Zielen, so Flasbarth, der Staatssekretär im deutschen Umweltministerium.
Die Konferenz in Bonn, an der mehr als 5000 Delegierte teilnahmen, fand in der Stadt statt, die auch den Sitz des UN-Klimasekretariats beherbergt. Dieses Sekretariat ist für die globale Koordination der Klimapolitik zuständig. Der UN-Klimachef Simon Stiell betonte auf der Bonner Konferenz die Unumkehrbarkeit des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Er räumte ein, dass es weiterhin Widerstände gebe, doch diese beeinflussten nicht den generellen Kurs der Menschheit. Der Wandel zugunsten des Klimaschutzes sei unverkennbar: Ein Zurück gebe es nicht mehr.

