Integrationskurse bleiben Schlüssel zur Fachkräftesicherung
Handwerkskammer Freiburg begrüßt teilweise Rücknahme der Kürzungspläne der Bundesregierung
Freiburg im Breisgau, 02.06.2026 (PresseBox) - Die Handwerkskammer Freiburg begrüßt die angekündigte teilweise Rücknahme der geplanten Kürzungen bei freiwilligen Integrationskursen. Nachdem die Bundesregierung ursprünglich einen weitgehenden Zulassungsstopp vorgesehen hatte, sollen ab dem 1. Juni 2026 zumindest bestimmte Gruppen mit besonderem Integrationsbedarf weiterhin Zugang zu den Kursen erhalten – darunter Geflüchtete aus der Ukraine sowie EU-Bürgerinnen und EU-Bürger.
Für das Handwerk ist die Entscheidung ein wichtiges Signal. „Sprache ist der Schlüssel für Integration und erfolgreiche Beschäftigung. Gerade das Handwerk ist auf motivierte Menschen angewiesen, die hier arbeiten und sich eine Zukunft aufbauen wollen. Deshalb ist es richtig, dass die Bundesregierung die Kritik aus Wirtschaft und Gesellschaft ernst nimmt und die geplanten Einschränkungen teilweise zurücknimmt“, sagt Christof Burger, Präsident der Handwerkskammer Freiburg.
Sprachkurse als zentrales Element
Gleichzeitig mahnt die Kammer an, die Finanzierung der Integrationskurse langfristig sicherzustellen. Die aktuell angekündigten Mittel stünden unter Finanzierungsvorbehalt und seien für die kommenden Jahre deutlich reduziert. „Für viele Betriebe im Handwerk sind Integrations- und Sprachkurse eine zentrale Voraussetzung, damit Zugewanderte eine Ausbildung beginnen oder dauerhaft im Betrieb arbeiten können. Wer Fachkräftesicherung ernst meint, darf an dieser Stelle nicht sparen“, betont Nora Gäng.
Die Handwerkskammer Freiburg hatte – wie zahlreiche Handwerksorganisationen bundesweit – die angekündigten Kürzungen kritisch bewertet. Gerade in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels brauche es verlässliche Rahmenbedingungen für Integration und Qualifizierung. Viele Handwerksbetriebe in Südbaden seien bereits heute auf internationale Fachkräfte und Auszubildende angewiesen.
„Die jetzige Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig braucht es Planungssicherheit und ein dauerhaft ausreichendes Angebot an Sprach- und Integrationskursen. Integration gelingt nicht durch Einschränkungen, sondern durch Teilhabe und Perspektiven“, so Burger abschließend.


