Institutionelle Bitcoin-Bestände nähern sich 20% der Versorgung - Der neue Spielplatz von Wall Street?

Bitcoin erlebt eine strukturelle Transformation, und institutionelle Investoren verstärken stetig ihren Einfluss auf die Kryptowährung. Mitte 2025 werden institutionelle Investoren zu einer dominierenden Kraft im Bitcoin-Eigentum und erfassen einen großen Teil der zirkulierenden Versorgung.
Institutionelle Bitcoin-Bestände steuern auf 20% der Versorgung zu
Jüngste Daten zeigen, dass Institutionen, die von ETFs bis hin zu öffentlichen Unternehmen reichen, nun einen beispiellosen Anteil an Bitcoin kontrollieren, der Hunderte von Milliarden Dollar wert ist. Schätzungen platzieren das institutionelle Eigentum zwischen 17 und fast 31 Prozent der gesamten Versorgung, wenn man auch die von Regierungen kontrollierte Menge berücksichtigt.
Laut Daten von Bitbo halten Entitäten wie ETFs, öffentliche und private Unternehmen, Regierungen und DeFi-Protokolle zusammen mehr als 3,642 Millionen BTC, was etwa 17,344% der gesamten Versorgung entspricht. Bei den heutigen Preisen entspricht das etwa 428 Milliarden $ an Bitcoin, die in institutionellen Treasuries gesperrt sind.
ETFs sind die größten Beitragszahler mit über 1,49 Millionen BTC, während öffentliche Unternehmen wie Strategy, Tesla und andere 935.498 BTC ausmachen. Die Rolle von Strategy ist besonders bemerkenswert, da die unermüdliche Akkumulationsstrategie des Unternehmens in den letzten Jahren dazu geführt hat, dass es 628.946 BTC, etwa drei Prozent der gesamten zirkulierenden Versorgung, angehäuft hat.
Laut Bitbo-Daten halten private Unternehmen 426.237 BTC im Wert von 50,17 Milliarden $, was etwa 2,03% der gesamten zirkulierenden Versorgung entspricht. BTC-Mining-Unternehmen besitzen 109.808 BTC (0,523% der gesamten zirkulierenden Versorgung), während DeFi-Protokolle 267.236 BTC (1,273% der gesamten zirkulierenden Versorgung) besitzen.
Andere Berichte, einschließlich einer gemeinsamen Studie von Gemini und Glassnode, deuten darauf hin, dass die Zahlen sogar noch höher sein könnten. Ihre Ergebnisse weisen darauf hin, dass zentralisierte Treasuries, die aus Regierungen, ETFs, Unternehmen und Börsen bestehen, bis zu 30,9% des zirkulierenden Bitcoin kontrollieren, was über 6,1 Millionen BTC entspricht. Diese Zunahme stellt einen Anstieg der institutionellen Kontrolle über Bitcoin von 924% im Vergleich zu vor einem Jahrzehnt dar.
Ist Bitcoin der neue Spielplatz von Wall Street?
Der Aufstieg von Bitcoin in seinen frühen Jahren beruhte auf einer Mischung aus Enthusiasmus von Privatanlegern und langzeitigem Überzeugung von frühen Anwendern, doch das Gleichgewicht der Kräfte auf dem Markt verschiebt sich. Laut den Halterungsdaten wird Bitcoin zunehmend für Privatanleger weniger erschwinglich und entwickelt sich nun zu einem Spielplatz für große Wall-Street-Institutionen.
Die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin beschränkt sich nicht nur auf Unternehmen und ETFs. Auch Regierungen beginnen, ihre Präsenz zu verstärken, und die Vereinigten Staaten haben Anfang dieses Jahres einen bemerkenswerten Schritt unternommen. Im März 2025 hat die US-Regierung eine strategische Bitcoin-Reserve eingerichtet, gefüllt mit beschlagnahmten und eingezogenen digitalen Vermögenswerten. Andere Regierungen wie El Salvador und Bhutan sammeln ebenfalls Bitcoin durch absichtliche, fortlaufende Käufe, wodurch der Vorrat im Umlauf weiter eingeschränkt wird.
Einige Analysten glauben, dass dies die Preisvolatilität von Bitcoin verringern und das langfristige Preiswachstum unterstützen könnte. Auf der anderen Seite könnte die Konzentration von Bitcoin unter einer relativ kleinen Anzahl von Entitäten seine Dezentralisierung und das natürliche Wachstum seines Preises untergraben. Wie dem auch sei, die Daten zeigen, dass Bitcoin nun zum neuesten Spielplatz von Wall Street wird.
Zum Zeitpunkt des Schreibens wurde Bitcoin zu 117.460 $ gehandelt.

