Instabile Übergangsregierung in Tunesien
19. Januar 2011, 04:16 Uhr · Quelle: dpa
Tunis (dpa) - Kaum im Amt ist die tunesische Übergangsregierung bereits in schwere Turbulenzen geraten. Vier designierte Minister kündigten ihren Rückzug an. Nach heftigen Protesten der Bevölkerung wollten sie nicht mehr zu einem Kabinett gehören, in dem sechs Mitglieder der alten Garde des geflüchteten Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali ihren Posten behalten haben. Viele Tunesier fordern die Auflösung der Ex-Regierungspartei RCD. Die Polizei setzte erneut Tränengas ein, um Demonstranten zu zerstreuen. Zum ersten Mal seit Tagen gab es in Tunis keine Schießereien mehr.

