Inflationssorgen und robuste US-Arbeitsmarktzahlen belasten Anleihemärkte
Am Freitag zeigten sich die US-Anleihemärkte schwächelnd, als die Kurse von Staatsanleihen nachgaben. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Anleihen verlor 0,36 Prozent und fiel auf einen Stand von 109,19 Punkten, während die Rendite der zehnjährigen Anleihen auf 4,50 Prozent anstieg. Diese Entwicklungen sind vor dem Hintergrund neuer Konjunkturdaten aus den USA zu betrachten.
Die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt lieferten ein insgesamt positives Bild: Während die Entwicklung der Beschäftigung im Januar hinter den Erwartungen zurückblieb, wurden die Zahlen des Vormonats deutlich nach oben korrigiert. Zusätzlich sanken die Arbeitslosenquote und die Stundenlöhne legten unerwartet zu.
Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, kommentierte das Zahlenwerk als solide und betonte, dass ein starker Arbeitsmarkt die US-Notenbank Fed dazu zwingen könnte, die Zinspolitik beizubehalten oder sogar zu verschärfen. Hohe Zinsen könnten jedoch die Schuldenaufnahme verteuern und die konjunkturelle Dynamik bremsen.
Eine weitere Belastung stellt das Konsumklima dar, das sich laut der Universität von Michigan im Februar eintrübte. Hauptgrund dafür sind Ängste vor einer durch Zölle angeheizten Inflation. Die steigenden Inflationserwartungen sprechen gegen mögliche Zinssenkungen, was den Druck auf die Anleihemärkte weiter verstärken könnte.

