Inflation im Sinkflug – Verbraucher atmen auf
Die frohe Kunde einer gesunkenen Inflationsrate trifft auf offene Ohren in Deutschland. Im Juni konnte diese, laut vorläufigen Zahlen, auf 2,0 Prozent gesenkt werden – der niedrigste Wert seit Oktober. Für die deutschen Verbraucher bedeutet dies weniger Druck an der Supermarktkasse und an der Zapfsäule. Wesentlich verantwortlich für diese Entwicklung sind niedrigere Energiepreise und eine verlangsamte Preissteigerung bei Lebensmitteln.
Allerdings warnen Ökonomen vor zu viel Optimismus. Die Kerninflation, die Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, verharrt mit 2,7 Prozent auf einem anhaltend hohen Niveau. Auch Dienstleistungen sind im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden, was das Gesamtbild etwas eintrübt.
Die genaue Zusammensetzung dieser Zahlen wird das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag detailliert vorstellen. Experten wie die Bundesbank zeigen sich vorsichtig optimistisch: Sie erwarten, dass die Inflation in den kommenden Monaten um die 2-Prozent-Marke pendeln wird. Der Sachverständigenrat prognostiziert für das Jahr 2025 im Schnitt ebenfalls eine Rate von etwa zwei Prozent.
Der Rückblick zeigt, dass die Inflationsrate in den Jahren zuvor deutlich höher lag, getrieben durch die geopolitischen Spannungen und deren Einfluss auf die Energie- und Lebensmittelmärkte. Die beruhigende Nachricht für Verbraucher lautet: Die gefürchtete Preissteigerung hat sich im Jahresverlauf 2022 und 2023 wieder stabilisiert und befindet sich nun auf einem verträglicheren Niveau - eine Entwicklung, die sich fortzusetzen scheint.

