Infineon stärkt Sensorgeschäft mit strategischem Zukauf

Die deutsche Infineon Technologies AG hat den Erwerb eines bedeutenden Geschäftsbereichs des Sensorgeschäfts von ams Osram bekanntgegeben. Für eine Summe von etwa 570 Millionen Euro übernimmt Infineon das nichtoptische Automotive-, Industrie- und Medizinsensorgeschäft des deutsch-österreichischen Unternehmens. Laut Unternehmensangaben rechnet Infineon bis zum Jahr 2026 mit einem zusätzlichen Jahresumsatz von rund 230 Millionen Euro aus dieser Akquisition.
Mit diesem strategischen Schachzug zielt Infineon darauf ab, seine Marktposition zu stärken und seine Produktpalette weiter auszubauen. Der Fokus liegt auf innovativen Technologien wie Detektoren für die Computer-Tomographie, Komponenten für die Industrieautomation und Gebäudetechnik sowie hochpräzisen Sensoren für Anwendungen in der Fahrwerkspositionsmessung und Robotik. Auch medizinische Anwendungen wie die kontinuierliche Glukosemessung bei Diabetes-Patienten gehören dazu.
Während die Produktionsstätten von diesem Geschäft nicht betroffen sind, wird der Übergang von rund 230 Mitarbeitern erwartet, der im zweiten Quartal des nächsten Kalenderjahres erfolgen soll. Jochen Hanebeck, CEO von Infineon, betonte, dass der Zukauf perfekt zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens passe und eine herausragende Ergänzung im Bereich der Analog- und Sensortechnologie darstelle.
Für ams Osram bedeutet der Verkauf nicht nur eine Reduzierung der Verschuldung, sondern auch eine stärkere Fokussierung auf intelligente optische Halbleiter für Lichtemission und Sensorik. CEO Aldo Kamper zeigte sich zufrieden und bezeichnete die Transaktion als doppelten Gewinn für das Unternehmen.

