Index-Umstellungen im EuroStoxx 50: Aufstieg für Siemens Energy und Deutsche Bank wahrscheinlich
Die renommierte US-Bank JPMorgan prognostiziert im Zuge der alljährlichen Index-Überprüfung des EuroStoxx 50 verheißungsvolle Entwicklungen für deutsche Dax-Unternehmen. Basierend auf der Analyse der Aktienkurse vom 4. August, legt der Analyst Pankaj Gupta nahe, dass sowohl Siemens Energy als auch die Deutsche Bank in den prestigeträchtigen Leitindex der Euroregion aufgenommen werden könnten.
Neben diesen beiden potenziellen Aufsteigern gibt es weitere Anwärter, deren Chancen von der Anzahl der Absteiger abhängen. Der deutsche Stromnetzbetreiber Eon steht hierbei im Fokus und liegt, laut Gupta, knapp vor Argenx, einem niederländischen Spezialisten für Autoimmunerkrankungen. Dicht dahinter auf der Anwärterliste folgt Engie, der französische Energieversorger.
Gleichzeitig stehen für den Eurostoxx per 4. August vier Unternehmen auf der Abschussliste. Vorrangig trifft es den Autobauer Stellantis, gefolgt von Pernod Ricard, einem Giganten der Spirituosenindustrie, dem Telekom-Netzwerkausrüster Nokia und schließlich Volkswagen. Diese Firmen halten momentan nicht mehr ihre einstigen Plätze unter den 60 größten Unternehmen der Auswahlkriterien des Index.
Die endgültigen Änderungen seitens der Deutschen-Börse-Tochter Stoxx Ltd. wird die Börsenwelt am Wochenende des 1. September erfahren. In Kraft treten die Anpassungen am 22. September. Solche Index-Änderungen sind vor allem für Fonds von erheblicher Bedeutung, die Indizes direkt nachbilden – zum Beispiel physisch replizierende ETFs. Diese müssen dann entsprechende Umschichtungen und Gewichtungen vornehmen, was sich durchaus auf die Aktienkurse auswirken kann.

