Importpreise zu Jahresbeginn weiter rückläufig

27. Februar 2026, 08:34 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Güterzug (Archiv)
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Importpreise sanken im Januar 2026 weiter, beeinflusst durch niedrigere Energiekosten, was die Wirtschaftsentwicklung andeutet.

Wiesbaden - Die Importpreise sind im Januar 2026 um 2,3 Prozent niedriger als im Januar 2025 gewesen.

Im Dezember 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat ebenfalls bei -2,3 Prozent gelegen, im November 2025 bei -1,9 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, stiegen die Einfuhrpreise im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 um 1,1 Prozent. Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vormonat seit Januar 2025 (ebenfalls +1,1 Prozent gegenüber Dezember 2024).

Die Exportpreise waren im Januar 2026 um 0,2 Prozent höher als im Januar 2025. Im Dezember 2025 hatten sich die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat nicht verändert (0,0 Prozent), im November 2025 hatten die Preise 0,3 Prozent über denen von November 2024 gelegen. Gegenüber Dezember 2025 stiegen die Ausfuhrpreise um 0,9 Prozent. Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vormonat seit August 2022 (+1,6 Prozent gegenüber Juli 2022).

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im Januar 2026 hatte erneut der Rückgang der Preise für Energie mit -21,1 Prozent gegenüber Januar 2025. Gegenüber Dezember 2025 stiegen die Energiepreise aber wieder an, im Durchschnitt um 3,5 Prozent.

Alle Energieträger waren im Januar 2026 günstiger als im Januar 2025: rohes Erdöl um 24,5 Prozent, Erdgas um 23,1 Prozent, Mineralölerzeugnisse um 16,8 Prozent, Steinkohle um 15,8 Prozent sowie elektrischer Strom um 4,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat wurde Energie insgesamt teurer. Am stärksten verteuerte sich elektrischer Strom mit +16,6 Prozent, gefolgt von Steinkohle mit +5,9 Prozent, rohem Erdöl mit +4,1 Prozent, Erdgas mit +3,1 Prozent sowie Mineralölerzeugnissen mit +0,7 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise fielen die Importpreise im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 1,0 Prozent. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 1,1 Prozent unter dem Stand von Januar 2025 und 1,2 Prozent über dem Stand von Dezember 2025.

Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Januar 2026 um 6,5 Prozent billiger als im Vorjahresmonat (+1,0 Prozent gegenüber Dezember 2025). Die Preise für Rohkakao lagen 46,4 Prozent unter denen von Januar 2025 und 12,5 Prozent unter denen von Dezember 2025. Lebende Schweine waren 26,5 Prozent günstiger als im Januar 2025 (-6,1 Prozent gegenüber Dezember 2025). Für importiertes Getreide wurde ebenfalls weniger bezahlt als im Vorjahresmonat (-8,2 Prozent gegenüber Januar 2025, -0,3 Prozent gegenüber Dezember 2025).

Dagegen waren insbesondere Geflügel und Eier deutlich teurer als vor einem Jahr (+15,2 Prozent gegenüber Januar 2025 und +1,5 Prozent gegenüber Dezember 2025).

Importierte Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) waren im Januar 2026 um 2,7 Prozent preiswerter als im Vorjahr (-0,3 Prozent gegenüber Dezember 2025). Die Preise für Gebrauchsgüter lagen 2,5 Prozent unter denen des Vorjahresmonats (+0,4 Prozent gegenüber Dezember 2025), Verbrauchsgüter waren im Vorjahresvergleich 2,7 Prozent billiger (-0,4 Prozent gegenüber Dezember 2025). Für Nahrungsmittel allgemein musste 2,8 Prozent weniger bezahlt werden als im Januar 2025 (-2,6 Prozent gegenüber Dezember 2025). Weniger als im Januar 2025 kosteten unter anderem Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (-44,2 Prozent), Apfelsaft (-25,3 Prozent), Orangensaft (-21,3 Prozent), Schweinefleisch (-15,9 Prozent), Olivenöl (-15,2 Prozent) sowie Milch und Milcherzeugnisse (-12,2 Prozent). Teurer als im Januar 2025 waren vor allem geschälte Haselnüsse (+55,4 Prozent), Rindfleisch (+26,0 Prozent) und Kaffee (geröstet oder entkoffeiniert) mit +17,5 Prozent.

Die Importpreise für Investitionsgüter lagen im Januar 2026 um 0,5 Prozent unter denen des Vorjahresmonats (+0,4 Prozent gegenüber Dezember 2025).

Allein Vorleistungsgüter waren im Januar 2026 teurer als im Januar 2025 (+2,8 Prozent), gegenüber Dezember 2025 stiegen die Preise hier im Durchschnitt um 2,2 Prozent. Insbesondere Edelmetalle und deren Halbzeug waren mit +65,2 Prozent deutlich teurer als im Vorjahresmonat. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug lagen 25,9 Prozent über dem Niveau von Januar 2025. Dagegen waren unter anderem Kunststoffe in Primärformen mit -7,7 Prozent und Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mit -3,2 Prozent preiswerter als vor einem Jahr.

Preissteigerungen bei exportierten Vorleistungs- und Investitionsgütern glichen im Januar 2026 Preissenkungen bei Konsumgütern, Energie und landwirtschaftlichen Gütern aus.

Die Preise für ausgeführte Vorleistungsgüter waren 1,6 Prozent höher als im Januar 2025 (+1,1 Prozent gegenüber Dezember 2025). Bei Investitionsgütern lag das Preisniveau 0,4 Prozent über dem von Januar 2025 (+0,8 Prozent gegenüber Dezember 2025). Zusammen decken beide Gütergruppen fast 75 Prozent der ausgeführten Waren ab.

Dagegen waren Konsumgüter (Exportanteil etwa 21 Prozent) 0,3 Prozent preiswerter als im Januar 2025 (+0,1 Prozent gegenüber Dezember 2025). Während die Preise für Gebrauchsgüter 1,4 Prozent über denen des Vorjahres lagen (+0,3 Prozent gegenüber Dezember 2025), waren die Preise für Verbrauchsgüter 0,7 Prozent niedriger als im Januar 2025 (0,0 Prozent gegenüber Dezember 2025). Bei den exportierten Verbrauchsgütern fielen insbesondere die Preise für Nahrungsmittel (-3,3 Prozent gegenüber Januar 2025 und -1,7 Prozent gegenüber Dezember 2025). Milch und Milcherzeugnisse waren mit -11,8 Prozent im Durchschnitt deutlich billiger als vor einem Jahr (-3,4 Prozent gegenüber Dezember 2025), darunter besonders Butter und andere Fettstoffe aus Milch mit -46,3 Prozent gegenüber Januar 2025 und -9,5 Prozent gegenüber Dezember 2025. Auch die Preise für Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver waren deutlich niedriger (-34,7 Prozent gegenüber Januar 2025 und -7,6 Prozent gegenüber Dezember 2025). Dagegen wurde Kaffee (entkoffeiniert oder geröstet) zu 23,6 Prozent höheren Preisen exportiert als im Januar 2025 (+0,6 Prozent gegenüber Dezember 2025).

Deutlich preiswerter als im Januar 2025 waren Energieexporte (-14,7 Prozent). Gegenüber Dezember 2025 stiegen die Preise aber um 3,0 Prozent. Erdgas war 18,0 Prozent billiger als im Vorjahresmonat (+1,7 Prozent gegenüber Dezember 2025), die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen 15,0 Prozent unter denen von Januar 2025 (+0,5 Prozent gegenüber Dezember 2025).

Auch landwirtschaftliche Güter wurden preiswerter exportiert als im Vorjahresmonat (-6,9 Prozent). Gegenüber Dezember 2025 stiegen die Preise hier um 0,8 Prozent, so Destatis.

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27.02.2026 · 08:34 Uhr
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