Immobilienpreise ziehen weiter an

11. August 2025, 08:40 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur

Berlin - Der Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland hat sich nach Angaben des Verbands deutscher Pfandbriefbanken auch im zweiten Quartal 2025 fortgesetzt. Laut einer am Montag veröffentlichten Analyse des Verbands kletterten die Preise um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem direkten Vorquartal belief sich der Preisanstieg auf 1,0 Prozent.

Ausgewertet wurden echte Immobilientransaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten, und zwar für den gesamten deutschen Markt für Wohn-, Büro- und Einzelhandelsimmobilien. Wie in den Quartalen zuvor zeichneten vor allem die Wohnimmobilienpreise verantwortlich für den Preisanstieg im zweiten Quartal. Sie legten gegenüber dem Vorjahresquartal um durchschnittlich 4,1 Prozent und gegenüber dem direkten Vorquartal um 1,1 Prozent zu. Der Zuwachs bei den Gewerbeimmobilienpreisen, die sich aus Büro- und Einzelhandelsimmobilienpreisen zusammensetzen, fiel mit 2,9 Prozent auf Jahressicht und 1,0 Prozent auf Quartalssicht ebenfalls deutlich, aber im Vergleich etwas geringer aus.

"Die Erholungsphase auf dem Immobilienmarkt hält weiter an", sagte VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. "Die Immobilienpreise sind jetzt das fünfte Quartal in Folge angestiegen, wobei die Preise für Wohnimmobilien die Entwicklung weiterhin treiben. Die Dynamik der Wohnimmobilienpreise hat zuletzt erneut zugenommen, was eindeutig auf die äußerst angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt zurückzuführen ist." In einer Zeit, in der die Baufertigstellungen zuletzt deutlich zurückgegangen seien, interessierten sich immer mehr Kaufwillige für wenige am Markt angebotene Wohnobjekte - das treibe die Preise weiter in die Höhe.

Zum Anziehen der Wohnimmobilienpreise gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 4,1 Prozent trug besonders die Entwicklung der Preise für Mehrfamilienhäuser bei, die in dem Zeitraum ein Plus in Höhe von 5,6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2024 aufwiesen. Das selbst genutzte Wohneigentum, bestehend aus Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, verteuerte sich im Jahresvergleich um 2,6 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch beim Vergleich zum direkten Vorquartal: Der Preisanstieg bei Mehrfamilienhäusern lag mit 1,3 Prozent spürbar über dem Preiszuwachs bei selbst genutztem Wohneigentum (0,8 Prozent).

Der sich weiter zuspitzende Wohnungsmangel ließ auch die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern im zweiten Quartal 2025 weiter steigen. Mit 3,5 Prozent im Jahresvergleich fiel die Zunahme allerdings etwas weniger dynamisch aus als im direkten Vorquartal (4,3 Prozent). Gemessen am VDP-Index für Liegenschaftszinsen, verringerten sich die Renditen von Mietobjekten im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozent - eine Konsequenz aus den relativ zur Preisentwicklung geringeren Mietsteigerungen.

Noch etwas stärker als im gesamten Bundesgebiet stiegen die Preise für Wohnimmobilien in den Top 7-Städten im zweiten Quartal dieses Jahres: In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart belief sich der Preiszuwachs für Wohnobjekte auf durchschnittlich 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dabei zogen die Preise am stärksten in München und Frankfurt am Main mit Steigerungsraten von 6,5 bzw. 6,4 Prozent an. Die geringste Verteuerung auf Jahressicht wies Stuttgart auf (3,0 Prozent).

Im Vergleich mit der Entwicklung im direkten Vorquartal verzeichneten Düsseldorf (2,0 Prozent) und Frankfurt am Main (1,7 Prozent) die höchsten Zuwächse unter den sieben Metropolen. Im Durchschnitt verteuerten sich Wohnimmobilien in den Top 7-Städten zwischen dem ersten und zweiten Quartal dieses Jahres um 1,5 Prozent.

Der Wohnungsmangel in Deutschland und der damit einhergehende Anstieg der Mieten manifestierte sich vor allem in den Metropolen: Die Neuvertragsmieten erhöhten sich in den sieben großen Ballungsräumen um durchschnittlich 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Während Düsseldorf und Frankfurt am Main Mietsteigerungen von 5,0 bzw. 4,9 Prozent auswiesen, fielen die Zuwächse in Köln und Stuttgart mit 3,6 Prozent und 3,4 Prozent am geringsten aus. Die Renditen, gemessen am VDP-Liegenschaftsindex, gaben in den Top 7-Städten im Durchschnitt um 1,6 Prozent nach, wobei sich die Bandbreite zwischen -2,4 Prozent (Köln) und +0,1 Prozent (Stuttgart) erstreckte.

Der Anstieg der Gewerbeimmobilienpreise in Höhe von 2,9 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 setzte sich aus Preiszuwächsen sowohl bei Büro- (3,3 Prozent) als auch bei Einzelhandelsobjekten (2,0 Prozent) zusammen. Auch gegenüber dem Anfangsquartal 2025 zogen die Preise für Büroimmobilien mit 1,1 Prozent stärker an als die Einzelhandelsimmobilienpreise (0,6 Prozent) - zusammengefasst ergab sich für Gewerbeimmobilienpreise im Quartalsvergleich eine Zunahme um 1,0 Prozent.

Ähnlich wie die Preise entwickelten sich bei Gewerbeobjekten auch die Neuvertragsmieten: Während bei Büroimmobilien ein Mietanstieg von durchschnittlich 3,5 Prozent auf Jahressicht zu Buche stand, verzeichneten Handelsobjekte mit 2,1 Prozent ein geringeres Wachstum. Die Renditen, gemessen am VDP-Liegenschaftszinssatzindex, stiegen bei Büros im Jahresvergleich um 0,3 Prozent, bei Einzelhandelsimmobilien um 0,2 Prozent. Auf Quartalssicht reduzierten sich die Renditen um 0,1 Prozent bei Büros bzw. 0,2 Prozent bei Handelsobjekten, so die Analyse der Pfandbriefbanken.

Wirtschaft / Deutschland / Immobilien
11.08.2025 · 08:40 Uhr
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