Investmentweek

Immobilienpreise: Wann wird Wohnen wieder bezahlbar?

12. Februar 2025, 12:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Nach dem jahrelangen Boom flacht der Preisanstieg ab. Sind bald wieder günstigere Kaufpreise in Sicht, oder bleibt Wohneigentum für viele unerschwinglich?

Die Hoffnung auf sinkende Immobilienpreise war groß – doch aktuelle Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) zeigen ein differenzierteres Bild. Während die Preisdynamik bei Wohnimmobilien nachlässt, steigen Mieten ungebremst weiter. Ein Überblick über die aktuelle Lage und was sie für Käufer, Mieter und Investoren bedeutet.

Preisanstieg verliert an Tempo – aber keine Trendwende

Laut VDP-Index stiegen die Preise für Wohnimmobilien im vierten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,1 Prozent. Das klingt nach Wachstum, doch der Trend verlangsamt sich: Im dritten Quartal lag das Plus noch bei 1,1 Prozent, jetzt nur noch bei 0,7 Prozent. Eine Preisexplosion wie in den vergangenen Jahren bleibt aus – eine Rückkehr zu echten Schnäppchen aber ebenso.

Besonders gefragt bleiben Mehrfamilienhäuser, die mit einem Preisanstieg von 2,9 Prozent auf Jahresbasis überdurchschnittlich performen. Investoren kehren offenbar zurück und nutzen das aktuelle Preisniveau für einen Wiedereinstieg. Dagegen legten die Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen lediglich um 1,2 Prozent zu.

Metropolen: München und Köln vorn – Stuttgart Schlusslicht

Die Preisentwicklung unterscheidet sich je nach Stadt erheblich. In den Top-7-Metropolen verteuerten sich Wohnimmobilien um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Am stärksten war der Anstieg in München und Köln (jeweils +1,4 Prozent), während Stuttgart mit nur 0,4 Prozent am unteren Ende der Skala rangiert.

Berlin, Hamburg und Frankfurt zeigen moderate Zuwächse, bleiben aber weit hinter den Preissteigerungen der Boomjahre zurück. Das zeigt: Die Käufer sind wählerischer geworden, Preissteigerungen sind nicht mehr garantiert.

Mieten: Keine Entlastung in Sicht

Während Kaufpreise nur noch langsam steigen, kennt der Mietmarkt weiterhin nur eine Richtung: nach oben. Die Neuvertragsmieten für Mehrfamilienhäuser verteuerten sich im vierten Quartal um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig: In den mittelgroßen Städten steigen die Mieten inzwischen schneller als in den Metropolen.

In den sieben größten Städten Deutschlands fiel der Anstieg mit 3,9 Prozent etwas geringer aus. Besonders hart trifft es Stuttgart (+4,6 Prozent), gefolgt von Berlin (+4,4 Prozent) und Hamburg (+3,7 Prozent). Köln bleibt mit +2,6 Prozent die einzige Großstadt mit vergleichsweise moderaten Zuwächsen. Die Wohnungspolitik bleibt damit eines der drängendsten, aber oft vernachlässigten Themen.

Gewerbeimmobilien: Lichtblick nach langer Durststrecke

Auch im Bereich Gewerbeimmobilien gibt es eine kleine Überraschung: Erstmals seit 2022 zeigen die Preise wieder ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent im Jahresvergleich. Ob dies ein nachhaltiger Trend ist, bleibt abzuwarten – vor allem, da die langfristigen Folgen des mobilen Arbeitens auf Büroflächen weiterhin ungewiss sind.

Der deutsche Immobilienmarkt befindet sich in einer Übergangsphase. Während die jahrelange Preisrallye vorbei ist, bleibt eine größere Korrektur aus. Wer auf stark sinkende Preise hofft, könnte enttäuscht werden – zumindest kurzfristig. Die wahren Verlierer bleiben die Mieter, die mit stetig steigenden Kosten konfrontiert sind.

Finanzen / Immobilien
[InvestmentWeek] · 12.02.2025 · 12:00 Uhr
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