Immer eine Zutat mehr: Hellofresh kämpft mit neuen Herausforderungen
In den frühen Handelsstunden des Mittwochs geriet die Aktie von Hellofresh unter Druck, nachdem Morgan Stanley seine Sicht auf den Kochboxen-Giganten überarbeitet hatte. Der Kurs fiel zunächst um beachtliche fünf Prozent. Doch die Käufer ließen nicht lange auf sich warten und der Verlust verringerte sich auf drei Prozent, wobei die Aktie zuletzt bei 7,80 Euro stand. Der Versuch einer Erholung wurde jedoch an der 21-Tage-Linie ausgebremst.
Morgan Stanley senkte das Kursziel für Hellofresh von elf auf neun Euro und passte die Bewertung von „Overweight“ auf „Equal-weight“ an. Die Analysten des Hauses hatten zuvor die aktuellen Favoriten in der europäischen Internet- und Medienwelt durchforstet und sehen im E-Commerce-Bereich besonders in Allegro.eu vielversprechende Möglichkeiten.
Besondere Besorgnis äußerten die Experten hinsichtlich der Wettbewerbsdynamik in den USA, insbesondere für die Ready-to-Eat Marke Factor. Sie prognostizieren ein gemäßigteres Wachstum der Profitabilität als ursprünglich angenommen und nahmen eine Anpassung ihrer Vorhersage für das operative Konzernergebnis vor.
Die Hellofresh-Aktie wird im Jahr 2025 voraussichtlich ein Drittel ihres Werts verlieren und zählt damit zu den schwächeren Titeln im MDax, obwohl der Index selbst im laufenden Jahr um 19 Prozent zulegte.

