IBM trotz Umsatzwachstum unter Druck: Red Hat enttäuscht
Die IT-Branche beobachtet mit Argusaugen die jüngsten Entwicklungen bei IBM, nachdem die Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht wurden. Trotz eines ansprechenden Gesamtwachstums von neun Prozent, das die Umsatzerwartungen übertraf und den Gewinn deutlich über den Analystenprognosen anschwellen ließ, zeigt sich ein Schatten im Bereich der Softwaresparte. Der spektakuläre Anstieg des Konzernumsatzes auf 16,3 Milliarden Dollar, unterstützt unter anderem von einem schwächelnden Dollar, konnte die Investoren nicht völlig beruhigen.
Besonders im Fokus steht Red Hat, ein Anbieter von Hybrid-Cloud-Lösungen innerhalb der Softwaresparte, dessen Performance die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen konnte. Obwohl die Sparte selbst im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar zulegen konnte, sorgten die Ergebnisse hinter den Kulissen für Enttäuschung. Diese Diskrepanz zwischen dem Gesamterfolg und den spezifischen Ergebnissen von Red Hat führte zu einem deutlichen Rückgang des Aktienkurses im freiwilligen Handel in New York.
Die Aktie von IBM, die bisher in diesem Jahr einen positiven Lauf hatte, reagierte auf die jüngsten Zahlen mit merklichem Abwärtstrend. Analysten nehmen dies zum Anlass, die Wachstumsstrategien des Unternehmens zu hinterfragen, insbesondere die langfristigen Pläne im Hybrid-Cloud-Segment.

