IATA-Prognose: Trotz Handelskrieg solide Gewinne für Fluggesellschaften
Der globale Handelskrieg, entfacht durch die US-Politik, wird den Fluggesellschaften weltweit den Umsatz möglicherweise schmälern, doch der erwartete Gewinn bleibt stabil. Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) prognostiziert für 2025 einen Gewinn von 36 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und lediglich 600 Millionen unter den bisherigen Schätzungen aus dem Dezember liegt.
Ein wesentlicher Faktor für diese robuste Prognose ist der gesunkene Kerosinpreis. Laut IATA-Chef Willie Walsh wird die Gewinnspanne der Airlines voraussichtlich leicht zunehmen. Positiv auf die Auslastung wirkt sich der Rekord von erwarteten 4,99 Milliarden Fluggästen aus. Zwar korrigierte die IATA ihre ursprüngliche Prognose von 5,22 Milliarden nach unten, doch drücken die gesunkenen Treibstoffkosten die Flugpreise.
Für 2025 rechnet die IATA im Vergleich zu 2024 mit einem Rückgang der Durchschnittserlöse um vier Prozent, während der Umsatz voraussichtlich um etwa ein Prozent auf 979 Milliarden Dollar ansteigen wird. Treibstoffeinsparungen durch den um 13 Prozent gesunkenen Kerosinpreis tragen dazu bei, dass die Fluggesellschaften insgesamt etwa 25 Milliarden Dollar weniger für Kraftstoff ausgeben müssen.
In den USA sind Fluggesellschaften aufgrund veränderter Reisepläne der Verbraucher gezwungen, ihre Gewinnprognosen anzupassen. Der Handelskonflikt hat Unsicherheiten auf den Weltmärkten geschürt, die auch das Verbrauchervertrauen beeinflussen. Doch die IATA, in der rund 350 Fluggesellschaften zusammengeschlossen sind und die für über 80 Prozent des weltweiten Luftverkehrs stehen, sieht für die Branche insgesamt optimistisch in die Zukunft.

