IAEA-Chef Rafael Grossi warnt vor Eskalation nach Angriff auf iranische Atomanlagen
Der Angriff auf mehrere Atomanlagen im Iran hat zu einer besorgniserregenden Zuspitzung der internationalen Spannungen geführt. Rafael Grossi, der Chef der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA), informierte den UN-Sicherheitsrat über den Zustand der drei betroffenen Anlagen. Grossi beschrieb, dass an der unterirdischen Uran-Anreicherungslage Fordo sichtbare Krater zu erkennen seien. Eine genaue Bewertung der Schäden unter der Erde sei jedoch aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit nicht möglich.
In der Stadt Isfahan wurden offenbar Tunneleingänge zerstört, die zur Lagerung von angereichertem Material genutzt wurden. Darüber hinaus war auch eine Kraftstoffanreicherungsanlage in Natans Ziel des Angriffs. Der Iran teilte der IAEA mit, dass außerhalb dieser drei Anlagen kein Anstieg der Strahlungswerte festgestellt wurde.
Grossi forderte den Iran dringend auf, den IAEA-Inspektoren Zugang zu den betroffenen Anlagen zu gewähren, um die Lage detailliert zu beurteilen. Er appellierte eindringlich an alle Beteiligten, den diplomatischen Dialog wiederaufzunehmen. Laut Grossi besteht nach wie vor ein Fenster zur Rückkehr zu friedlichen Verhandlungen.
Verstreiche diese Chance, drohten unabsehbare Gewalt und erheblicher Schaden für das globale Nichtverbreitungsregime.

