Hunderter Landwirte protestieren in Potsdam gegen Kürzungen - Brandenburgs Landeschef stellt sich hinter sie
In Potsdam haben sich am Montag hunderte Landwirte versammelt, um gegen die geplante Streichung von Subventionen für die Branche zu protestieren. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) unterstützte die Demonstranten und forderte die Bundesregierung auf, die Kürzungen komplett zurückzunehmen. Zudem rät er der Regierung, den Dialog mit den Landwirten zu suchen.
Woidke betonte, dass die Landwirtschaft Planungssicherheit braucht und die Entscheidungen der Bundesregierung ohne Abstimmung mit dem Berufsstand von Anfang an falsch waren. Vor der Staatskanzlei blockierten zahlreiche Traktoren die Straße, während die Spitzen der Bauernverbände Woidke einen Protestbrief überreichten. Brandenburgs Regierungschef versprach den Landwirten mögliche Unterstützung des Landes und kündigte Gespräche mit dem Vorstand des Landesbauernverbands an, um die Planungssicherheit für die Betriebe zu verbessern.
Unabhängig von Woidkes Unterstützung halten die Landwirte weitere Proteste für möglich, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Der Vorstandschef des Kreisbauernverbands Teltow-Fläming, Benny Hecht, begrüßte zwar das positive Zeichen aus Brandenburg, betonte jedoch, dass eine Stimme aus einem Bundesland nicht zwangsläufig bedeute, dass die Bundesregierung ihre Meinung ändert.
Die Proteste verlaufen bisher friedlich, doch Woidke mahnt zur Mäßigung und betont, dass Rettungseinsätze nicht behindert werden dürfen. (eulerpool-AFX)

