HP plant drastische Verlagerung der Computerproduktion aus China - laut Nikkei Asia
Der Computerhersteller HP plant laut einem Bericht von Nikkei Asia, mehr als die Hälfte seiner Computerproduktion aus China zu verlagern, um geopolitische Risiken im Zusammenhang mit Taiwan zu minimieren. Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, bis zu 70% seiner Notebook-Produktion außerhalb Chinas zu verlagern und zieht als potenzielle Produktionsstandorte Singapur und Thailand in Betracht.
HP richtet derzeit ein zusätzliches Designzentrum in Singapur ein, während mindestens fünf seiner Zulieferer Produktionsanlagen und Lagerflächen in Thailand aufbauen. Das Unternehmen besitzt eine bedeutende Produktionspräsenz in China und Taiwan, scheint jedoch nun den Schritt zu wagen, seine Lieferkette diversifizierter aufzustellen.
Auch andere Technologiegrößen wie Microsoft und Apple haben in den letzten zwei Jahren ihre Produktionsstätten vermehrt aus China nach Südostasien verlagert, was auf die strikten Null-COVID-Politiken Chinas und wachsende Handelsspannungen mit den USA zurückzuführen ist.
Die Handelsbeschränkungen der USA gegen China sind zu einem wachsenden Problem für Technologiehersteller geworden, insbesondere nach dem Verbot der Ausfuhr fortschrittlicher KI-Technologie nach China durch Washington. Dies hat beispielsweise den Chip-Hersteller NVIDIA dazu veranlasst, spezielle Chips für den chinesischen Markt zu entwickeln - eine Maßnahme, die ebenfalls mit höheren Kosten verbunden ist.
Die Spannungen mit Taiwan haben in den letzten Jahren ebenfalls zugenommen, da China weiterhin die Wiedervereinigung der Insel mit dem Festland anstrebt, während Taiwan solche Bestrebungen weitgehend ablehnt. Taiwan ist zudem ein bedeutender Empfänger von US-Verteidigungshilfe.
HP ist weltweit der zweitgrößte Hersteller von Personalcomputern, nur übertroffen von Lenovo (Stand: Ende 2023).

