Honeywell übertrifft Erwartungen und plant umfassende Konzernumstrukturierung
Der US-amerikanische Industriegigant Honeywell überrascht im dritten Quartal mit einer überzeugenden Performance, die selbst die kühnsten Analystenerwartungen übertrifft. Das Management, unter der Führung von CEO Vimal Kapur, korrigiert den Jahresausblick nach oben und berücksichtigt dabei strategische Veränderungen, wie die geplante Ausgliederung der Sparte für fortschrittliche Werkstoffe Ende Oktober. Der damit verbundene Umbau des Konzerns verläuft planmäßig, wie das Unternehmen jüngst mitteilte. Diese positiven Entwicklungen führten zu einem Kursanstieg der Aktie im vorbörslichen US-Handel.
Im abgelaufenen Quartal konnte Honeywell seinen Umsatz organisch um sechs Prozent auf beeindruckende 10,4 Milliarden Dollar steigern und damit sowohl die Prognosen der Analysten übertreffen als auch den Nettogewinn um knapp 30 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar erhöhen. Der bereinigte Gewinn je Aktie verzeichnete einen Anstieg von 2,58 auf 2,82 Dollar im Vergleich zum Vorjahr.
Mit Blick auf die Zukunft sieht Honeywell optimistisch auf das Jahr 2025: Der Umsatz soll zwischen 40,7 und 40,9 Milliarden Dollar liegen, während der bereinigte Gewinn je Aktie auf 10,6 bis 10,7 Dollar ansteigen soll. Diese Prognosen berücksichtigen die Auswirkungen der geplanten Ausgliederung des Werkstoffgeschäfts.
Die strategischen Änderungen bei Honeywell kommen nicht von ungefähr. Der Konzern reagiert auf den Druck des aktivistischen Investors Elliott, der für ein fokussierteres Portfolio plädierte und mit der bisherigen Aktienkursentwicklung unzufrieden war. Geplant ist auch die Abtrennung der Luft- und Raumfahrtsparte, die weiterhin für das zweite Halbjahr 2025 angestrebt wird. Mit diesen Maßnahmen möchte Honeywell die Grundlage für die Entstehung von drei führenden Branchenakteuren schaffen. Bereits ab 1. Januar 2026 wird der Konzern unter neuer Struktur seine Geschäftsfelder präsentieren.

