Honeywell überrascht im dritten Quartal und plant Unternehmensumbau
Der US-amerikanische Mischkonzern Honeywell hat im dritten Quartal unerwartet starke Ergebnisse vorgelegt und seine Jahresprognose nach oben korrigiert. CEO Vimal Kapur und sein Führungsteam prüfen dabei bereits die Auswirkungen der Ende Oktober bevorstehenden Abspaltung der Sparte für fortschrittliche Materialien. Zudem befindet sich der geplante Umbau des Unternehmens nach den eigenen Angaben auf Kurs.
Diese positiven Nachrichten wurden von den Investoren wohlwollend aufgenommen, was den Aktienkurs im New Yorker Frühhandel um 6,60 Prozent steigen ließ. Honeywell konnte seinen Umsatz durch organisches Wachstum um bemerkenswerte sechs Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar (umgerechnet 9 Milliarden Euro) steigern und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Der Nettogewinn für die Aktionäre stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent auf über 1,8 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie erhöhte sich von 2,58 Dollar im Vorjahreszeitraum auf 2,82 Dollar.
Für das kommende Jahr wird ein Umsatz von 40,7 bis 40,9 Milliarden Dollar und ein bereinigter Gewinn von 10,6 bis 10,7 Dollar je Aktie erwartet. Diese Prognose berücksichtigt die bevorstehende Ausgliederung des Werkstoffgeschäfts, die auf Druck des aktivistischen Investors Elliott erfolgt, der ein fokussierteres Unternehmensportfolio sowie eine Verbesserung der bisherigen Aktienkursentwicklung forderte. Ebenso ist ein Spin-off der Luft- und Raumfahrtsparte im Gespräch, der planmäßig in der zweiten Jahreshälfte des nächsten Jahres über die Bühne gehen soll. Die Umstrukturierung soll dazu führen, dass bis zum 1. Januar 2026 drei eigenständige Branchenführer aus dem Konzern hervorgehen, die in einer neuen Unternehmensstruktur präsentiert werden.

