Home Depot trotzt herausforderndem Marktumfeld mit stabilem Wachstum
Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot navigiert weiterhin durch ein herausforderndes Marktumfeld, in dem Kunden Zurückhaltung bei großen Bauprojekten zeigen. Im zweiten Geschäftsquartal verzeichnete das Unternehmen aus den USA einen Umsatzanstieg auf vergleichbarer Basis von einem Prozent im Jahresvergleich. Trotz höherer Erwartungen von Analystenseite zeigt sich ein Vertrauensbeweis durch den gestiegenen Erlös im Vergleich zum Vorquartal.
An den Finanzmärkten wurde die Nachricht mit gemischten Gefühlen aufgenommen: Die Aktie von Home Depot verlor im vorbörslichen US-Handel etwa ein Prozent an Wert. Unternehmenschef Ted Decker bewertete das Quartalsergebnis jedoch im Rahmen der Erwartungen und bestätigte, dass Kunden sich vermehrt kleineren Heimwerkerprojekten widmen. Währungseffekte dämpften zusätzlich das Umsatzwachstum. Der Gesamtumsatz, inklusive Wechselkursschwankungen und der Anpassung durch Unternehmenszukäufe und -verkäufe, kletterte auf fast 45,3 Milliarden US-Dollar.
Der Gewinn von Home Depot verringerte sich leicht auf 4,55 Milliarden Dollar. Das Unternehmen steht bereits seit zwei Jahren unter Druck aufgrund einer schwachen Umsatzentwicklung, da hohe Zinsen den Kauf von Immobilien und damit verbundene Bauprojekte abbremsen. Die unsicheren Handelszölle unter der Regierung Trump stellen eine weitere Herausforderung dar, indem sie die Verbraucherpreise in die Höhe treiben.
Laut Finanzchef Richard McPhail wurden größere Bauprojekte aufgrund hoher Zinsen vertagt, doch die Verbraucher halten weiterhin an diesen Plänen fest. Die Preispolitik des Unternehmens bleibt stabil, weil viele Importe vor den neuen Zöllen eingetroffen sind. Im Jahresverlauf könnten jedoch Preiserhöhungen notwendig werden. Über 50 Prozent der Produkte bezieht Home Depot aus den USA. Angesichts des herausfordernden Umfelds prognostiziert Decker für dieses Jahr ein organisches Umsatzplus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.

