Hoffnung für Bayer: Oberster US-Gerichtshof überprüft Glyphosat-Fall
Investoren der Bayer AG können aufatmen, denn der Oberste Gerichtshof der USA hat beschlossen, den Glyphosat-Rechtsfall "Durnell" zu prüfen. Dieses bedeutende Ereignis lässt die Wahrscheinlichkeit auf ein richtungsweisendes Urteil im langwierigen Streit um das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel steigen.
Die Entscheidung könnte eine Signalwirkung für über 67.000 ähnliche Fälle haben, die in der jüngsten Rückstellung von 6,5 Milliarden Euro der Bayer enthalten sind. Analyst Chris Counihan von Jefferies erwartet eine Klärung der Frage, ob bundesstaatliche Regeln zu Warnhinweisen beim Verkauf von Unkrautvernichtern den lokalen Gesetzen der US-Bundesstaaten vorgehen.
Die Bayer-Aktie reagierte prompt mit einem Kursanstieg von 6 Prozent auf der Handelsplattform Tradegate. Beginn Dezember kam es bereits zu einem deutlichen Plus von 15 Prozent, als der US Solicitor General – der ranghöchste Jurist der US-Regierung – das Ersuchen Bayers zur Überprüfung durch den Supreme Court unterstützte. Seit dem Übernahmeniveau von 35 Euro zu Beginn des Jahres 2024 konnte der Kurs um 19 Prozent zulegen und zeigt Anzeichen einer Stabilisierung.
Die Probleme rund um das Thema Glyphosat verfolgen Bayer seit der Übernahme von Monsanto im Jahr 2018. Die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten wegen des angeblichen Krebsrisikos haben das Unternehmen bereits mehrere Milliarden Euro gekostet und den Aktienkurs erheblich unter Druck gesetzt.

