Bitcoin bleibt in enger Handelsspanne bei $65.000 – Kapitulieren langfristige Investoren?

Der Bitcoin-Kurs verharrt weiterhin in einer engen Handelsspanne, anstatt in einen vollständigen Risikoabbau überzugehen. Dies geschieht nach einem Verkaufsdruck nach dem Verfall von Optionen, mehreren roten Monatsabschlüssen und geopolitischen Spannungen.
Bitcoin bleibt in enger Handelsspanne
Berichten zufolge fiel der Bitcoin-Kurs während des dünnen asiatischen Handels kurzzeitig auf etwa $65.000, bevor er sich wieder in die übliche Wochenendspanne zwischen $66.000 und $67.000 einpendelte. Dieses Muster wiederholt sich seit Wochen: Der Kurs schwächt sich zum Wochenende hin ab, wenn Händler Risiken reduzieren, und steigt zu Beginn der neuen Woche wieder an.
Es wird erwartet, dass Bitcoin in seiner aktuellen Spanne bleibt, da Trumps 10-tägige Pause bei Angriffen auf iranische Energieanlagen bis zum 6. April andauert, ein Zeitpunkt, an dem Händler mit einer möglichen Eskalation rechnen.
Im Optionshandel ist die Volatilitätskompression nach dem Verfall „gedämpft“; Händler zahlen weiterhin für Gamma, während sich Overwriter zurückhalten. Die Volatilitätsoberfläche signalisiert Vorsicht, aber keine Panik. Die Positionierung ist defensiv, was zu einem stabilen, aber nicht aufwärtsgerichteten Markt passt.
Alles deutet darauf hin, dass Bitcoin auf dem Weg zu einem sechsten negativen Monatsabschluss in Folge ist, was das erste dreimonatige Verlustquartal des Jahres wäre und die anhaltend fragile Stimmung unterstreicht.
Geopolitische Spannungen nehmen zu
Berichten zufolge signalisiert Washington ein Eskalationsrisiko. Die USA bestehen darauf, dass die Gespräche vorankommen, aber der anhaltende Truppenaufbau deutet darauf hin, dass sie sich weiterhin auf mögliche Bodenoperationen vorbereiten. Unterdessen warnen Irans Partner im Jemen, dass sie wichtige Versorgungsrouten stören könnten, falls sich der Konflikt verschärft.
Eine Blockade der Straße von Bab al-Mandab könnte den bestehenden Inflationsschock dramatisch verschärfen, ein Szenario, das die Regierung angesichts sinkender Zustimmungswerte und bevorstehender Zwischenwahlen kaum verkraften kann.
Makroökonomie und Geopolitik sind eng miteinander verknüpft. Erhöhte Ölpreise, Kriegsrisikoprämien und Schwachstellen in der Lieferkette halten das bekannte Stagflationsnarrativ am Leben, was Bitcoins Rolle zwischen hochvolatiler Risikoanlage und aufstrebendem makroökonomischem Hedge weiterhin unklar macht.
Solange Trumps Angriffspause anhält und es keine größeren politischen Überraschungen gibt, wird BTC wahrscheinlich bis Anfang April in einer engen Spanne und von Schlagzeilen getrieben bleiben.
„Die Mehrheit der Marktteilnehmer arbeitet mit Verlusten“
On-Chain-Daten zeigen, dass die Long-Term Holder SOPR (Profitabilität) kürzlich unter 1,0 gefallen ist. Langfristige Investoren verkaufen nun mit Verlust: ein klassisches „Kapitulieren“ oder frühes Kapitulationsverhalten.
Da langfristige Investoren normalerweise am wenigsten auf kurzfristige Preisschwankungen reagieren, signalisiert eine Phase, in der sie Verluste realisieren, oft, dass der gesamte Markt in eine Kapitulationsphase eingetreten ist.
Laut Analysten haben solche Bedingungen oft Phasen vorausgegangen, in denen der Verkaufsdruck allmählich nachlässt, was den Weg für Markttiefs oder Bereiche ebnet, die sich in der Nähe langfristiger Tiefs befinden. Es könnte jedoch zu früh sein, dies als endgültigen Tiefpunkt zu bezeichnen, aber eine Phase, in der Verluste weit verbreitet sind, markiert typischerweise die letzte Phase der Angst und das erste echte Zeitfenster für geduldige Käufer.
Zusammengefasst deuten die enge Handelsspanne, vorsichtige Optionen und der Stress bei langfristigen Investoren darauf hin, dass wir uns in einer späten Korrekturphase befinden, in der der Markt noch unter Druck steht, aber näher daran ist, sich zu stabilisieren, ohne jedoch in eine neue Aufwärtsbewegung überzugehen, bei der der Preis mit Überzeugung steigt.

