Höhen und Tiefen der Elektromobilität: Umfrage zeigt Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Realität
Die Elektromobilität in Deutschland steht trotz politischer Förderung weiterhin vor Herausforderungen, die zahlreiche Autofahrer zögern lassen. Nach aktuellen Ergebnissen einer repräsentativen Civey-Umfrage empfinden fast zwei Drittel der Befragten die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs als zu kostenintensiv. Weiterhin hält etwa die Hälfte der Autofahrer an der mangelnden Ladeinfrastruktur sowie an der Befürchtung eines zu eingeschränkten Aktionsradius bei der Nutzung von E-Fahrzeugen fest.
Trotz dieser Vorbehalte herrscht unter aktuellen Nutzern von E-Fahrzeugen eine deutlich positivere Wahrnehmung. Laut dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) sind 71 Prozent der E-Auto-Besitzer mit dem vorhandenen Netzwerk an Ladestationen zufrieden. Unter den Fahrern von konventionellen Verbrennern äußern lediglich 30 Prozent ähnliche Zufriedenheit. Die Sorge um die Reichweite wird ebenfalls als unbegründet beschrieben. „Keiner muss Angst haben, liegenzubleiben", kommentiert Azar Mottale vom ZVEI und verweist auf die potenzierende Wirkung von politischen Debatten, die die Unsicherheit fördern.
Nichtsdestotrotz sieht der ZVEI Handlungsbedarf, gerade was die Ladeinfrastruktur in urbanen Gebieten betrifft. Öffentliche und private Ladeoptionen in Mehrparteienhäusern müssen ausgebaut werden. Zudem muss vermieden werden, dass das Aufladen an öffentlichen Stationen teurer ist als das Tanken herkömmlicher Kraftstoffe, da Deutschland hier im europäischen Vergleich vorne liegt.
In Reaktion auf die laufende Diskussion hat die Bundesregierung eine neue Fördermaßnahme für Elektrofahrzeuge vorgestellt. Diese schließt auch Plug-in-Hybride ein und ermöglicht Käufern oder Leasingnehmern Zuschüsse zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Dieser Unterstützungsbetrag variiert je nach Einkommenssituation, Haushaltsgröße und Fahrzeugtyp und kann für alle Elektrofahrzeuge und bestimmte Plug-in-Hybride, die ab dem 1. Januar zugelassen werden, beantragt werden.

