Hoch hinaus und zurück: Deutsche Bank-Aktien unter Druck
Die Aktie der Deutschen Bank, zuletzt einer der Überflieger im DAX, hat am Montag einen vorläufigen Höchststand seit 2015 mit einem Kurs von 26,10 Euro erreicht. Doch nach dem beeindruckenden Anstieg von über 7 Prozent im Juni und der damit verbundenen klaren Outperformance des DAX, mussten die Papiere nun eine Verschnaufpause einlegen. Am Montagvormittag schwand der Kurs um mehr als 3 Prozent.
Ein Lichtblick in der jüngsten Entwicklung sind die Ergebnisse des aktuellen Stresstests der US-Notenbank Fed. Die Bundesbanktochter in den USA wurde dort, wie auch die anderen großen, in den USA operierenden Banken, mit einer robusten Kapitaldecke ausgezeichnet. Dennoch richten die Anleger ihren Blick verstärkt auf potenzielle Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten.
Mislav Matejka, Aktienmarktstratege von JPMorgan, hat zuletzt darauf hingewiesen, dass das Thema Zinssenkungen an Brisanz gewonnen hat. Bis zum Jahresende zeigen die Fed-Futures nun sogar etwas mehr als die ursprünglich erwarteten zwei Zinssenkungen im September und Dezember um jeweils 0,25 Prozentpunkte an.
Währenddessen verzeichnet der Stoxx Real Estate in Europa dank sinkender Zinsprognosen ein Jahreshoch, wohingegen der Stoxx Europe Banks gegenüber dem stabilen Gesamtmarkt derzeit ins Hintertreffen gerät.

