Hitzige Diskussionen um Stromsteuer: Einigkeit in der Vielfalt
Während die Sommerhitze Deutschland fest im Griff hat, kochen auch die Diskussionen um die Stromsteuer hoch. Kurz vor dem entscheidenden Koalitionsausschuss der schwarz-roten Regierung am Mittwoch bringen sich verschiedene Interessenvertreter in Stellung. Stefan Körzell, Mitglied des Vorstands beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), machte in der Funke Mediengruppe Druck: Er erinnerte die Regierung an ihre Verpflichtungen aus dem Koalitionsvertrag, in dem eine Senkung der Stromsteuer als Sofortmaßnahme verankert ist. Körzell betonte, dass die gesamte Bundesregierung in der Bringschuld sei, um diese Umsetzung zügig anzupacken.
Interessanterweise finden die Gewerkschaften in dieser Frage Verbindungen zu Wirtschaftsverbänden, die ebenfalls auf die gleiche Linie einschwenken. So haben der Handelsverband Deutschland und der Verband der Automobilindustrie gemeinsam an Energieministerin Katherina Reiche (CDU) appelliert. Ihr Ansinnen: Eine allgemeine Senkung der Stromsteuer zum 1. Januar für alle Verbraucherschichten, inklusive Handel, Dienstleistungssektor und Handwerk. Unterstützung für ihre Forderung erhoffen sie sich auch von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und weiteren politischen Entscheidungsträgern.

