Hitzewelle in Italien: Stromausfälle legen Großstädte lahm
In Italien sorgt die aktuell grassierende Hitzewelle für erhebliche Störungen im Stromnetz. Besonders betroffen sind einige der geschäftigen Städte, darunter das beliebte Touristenmagnet Florenz, wo Geschäfte über Stunden hinweg ohne Elektrizität auskommen mussten.
Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, dass die technischen Schwierigkeiten so gravierend waren, dass Geldautomaten und Rolltreppen zum Stillstand kamen und viele Geschäfte gezwungen waren, bar zu kassieren oder ihre Türen ganz zu schließen. Auch in der wirtschaftsstarken Region um Mailand kam es zu einer Überlastung des Stromnetzes.
Im norditalienischen Bergamo, einer Stadt mit rund 120.000 Einwohnern, waren ganze Stadtteile ohne Strom. Dort führten die Ausfälle zu chaotischen Zuständen, beispielsweise bei Ampelanlagen, und mehrere Personen mussten aus feststeckenden Aufzügen befreit werden.
In dutzenden Städten wurden aufgrund der hohen Temperaturen von über 30 Grad Celsius Hitzealarme ausgelöst, darunter auch im geschichtsträchtigen Rom. Der Energiedienstleister Enel ist fieberhaft darum bemüht, die Stromversorgung wiederherzustellen.
Das Unternehmen vermutet die Ursache des Ausfalls in einer Kombination aus hochsommerlichen Temperaturen und einer Überlastung durch den gesteigerten Einsatz von Klimaanlagen, welche die Kapacitäten des Netzes erheblich strapaziert haben.

