Historische Premiere: Erster Containerschiff-Transit über die Nordostpassage
Eine neue Ära im globalen Schiffsverkehr wird eingeläutet: Erstmals hat ein Containerschiff die Nordostpassage entlang der russischen Küste im Arktischen Ozean erfolgreich durchquert, von China nach Großbritannien. Diese bemerkenswerte Reise dauerte zwanzig Tage, wie aus einer Mitteilung des russischen Atomkonzerns Rosatom hervorgeht.
Russlands Präsident Wladimir Putin treibt den Ausbau dieser Passage entschieden voran, um sie als strategisch wichtige Handelsroute zu etablieren. Die Route dient unter anderem dem Transport von flüssigem Erdgas von der sibirischen Jamal-Halbinsel zu asiatischen Märkten und ist somit ein bedeutender Erfolg für das Land.
Die Reise des Frachtschiffs begann im Hafen der chinesischen Stadt Ningbo und fand ihren Abschluss im britischen Felixstowe. Unterstützt wurde diese Transitanpassung von einem Tochterunternehmen Rosatoms, und die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bestätigte ebenfalls den Verlauf der Fahrt.
Die Nordostpassage bietet gegenüber den traditionellen Routen durch den Indischen Ozean einen erheblich kürzeren Weg zwischen Europa und Asien. Trotz ihrer Vorteile ist die Route oft durch Eis blockiert. Allerdings sorgt der anhaltende Klimawandel dafür, dass die Zeitfenster, in denen diese Passage befahrbar ist, immer länger werden.

