Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge lässt keine schnelle Alternative zu
Sigrid Kaag, die neue UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Gazastreifen, hat in einem Treffen mit dem UN-Sicherheitsrat erklärt, dass es derzeit keine schnelle Alternative zum umstrittenen UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) gebe. Kaag betonte, dass die Jahrzehnte der aufgebauten Kapazitäten und Struktur des UNRWA es unmöglich machten, dass eine andere Organisation das Hilfswerk sofort ersetzen könne.
Die Niederländerin hatte in ihrer Funktion als Koordinatorin erstmals seit ihrem Amtsantritt um den Jahresbeginn den UN-Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen über die aktuelle Lage im Gazastreifen informiert. Dabei stellte sie fest, dass aufgrund der Historie und des Einsatzes von UNRWA kein schneller Ersatz gefunden werden könne.
Das UNRWA steht derzeit unter Beschuss, da Israel dem Hilfswerk vorwirft, dass rund ein Dutzend Mitarbeiter an dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober beteiligt gewesen seien. Als Folge haben Deutschland, die USA und eine Reihe weiterer westlicher Staaten vorerst ihre Zahlungen an das UNRWA eingestellt. (eulerpool-AFX)

