Hersteller-Allianz fordert Überarbeitung der US-Emissionsrichtlinien: Ein Rückblick auf die Diskussion
Die Allianz für Automobilinnovation, ein Verband nahezu aller großen Autohersteller, darunter General Motors, Toyota, Volkswagen und Hyundai, wandte sich mit einem überraschenden Vorstoß an die US-Regierung. Die Gruppe forderte eine Überarbeitung der ambitionierten Emissionsvorgaben, die die Automobilindustrie dazu ermutigen sollen, verstärkt auf Elektrofahrzeuge zu setzen. Die im Juni von Präsident Trump unterzeichnete Gesetzgebung könnte den Preisanstieg von Elektrofahrzeugen weiter befeuern, warnte die Allianz in ihrer Eingabe an die Umweltschutzbehörde EPA.
Die Regelungen, die unter Präsident Biden im vergangenen Jahr finalisiert wurden, stünden vor Schwierigkeiten. Die 2027 und späteren Standards seien angesichts von Marktherausforderungen, fehlender Ladeinfrastruktur und Veränderungen in der Politik nicht mehr umsetzbar, so die Allianz.
Biden hatte Regeln aufgestellt, die bis 2032 eine fast 50-prozentige Reduzierung der passagierweiten Fahrzeugemissionen von Neuwagen im Vergleich zu den projizierten Werten von 2027 anstreben. Nach den Vorhersagen der EPA wäre zwischen 35% und 56% der Neuwagenverkäufe zwischen 2030 und 2032 elektrisch. Doch wenn am 30. September der $7,500 Steuervorteil für Elektrofahrzeuge ausläuft, könnte ein bedeutender Anteil der Hersteller auch den Batterie-Steuervorteil verlieren, der in der Regel $3,000 pro Jahr ausmacht.
Dieser Wandel gefährde nicht nur die Hersteller, die massiv in die E-Mobilität investiert haben, sondern auch die gesamte Zulieferkette, die diese Bemühungen unterstützt, mahnte die Allianz. Im Juli schlug die EPA vor, das langjährige Ergebnis über die Schädlichkeit von Treibhausgasemissionen für die menschliche Gesundheit zurückzunehmen, was eine Bedrohung für die bestehenden Emissionsvorschriften darstellen würde.
Demokraten im Kongress und Umweltschutzgruppen drängten die EPA, diesen Plan aufzugeben. Dennoch beharren die Automobilhersteller darauf, dass die EPA die Biden-Regelungen an umsetzbare Standards anpasst, um der Industrie Planungssicherheit zu bieten. Ein Notfallplan sei entscheidend, falls die GHG-Standards in irgendeiner Form beibehalten oder wieder eingeführt werden.

