Hermes trotzt Wechselkursen mit stabilem Wachstum
Der französische Luxusartikelhersteller Hermes hat im dritten Quartal eine bemerkenswerte Umsatzsteigerung von 4,8 Prozent auf nahezu 3,9 Milliarden Euro erzielt. Bereinigt um negative Wechselkurseffekte, währe das Wachstum sogar auf fast 10 Prozent angestiegen, was die Erwartungen der Analysten leicht übertraf. Dennoch zeigten sich bei den Lederwaren, dem profitabelsten Geschäftszweig des Unternehmens, gewisse Schwächen, was sich an der Börse niederschlug. Die Börsenreaktionen fielen negativ aus, da die Hermes-Aktie rund 4 Prozent an Wert verlor. Piral Dadhania von RBC hob die schwächere Entwicklung im Lederwarensegment hervor. Seit Jahresbeginn hat der Wert von Hermes-Aktien damit um 7 Prozent nachgegeben.
Hohe Nachfrage nach den begehrten Handtaschen, die als Statussymbole und Wertanlage gelten, hat Hermes in den letzten Jahren steten Erfolg beschert. Indem das Unternehmen die Verfügbarkeit gezielt begrenzt, entzieht es sich weitgehend den Schwankungen der Verbraucherstimmung. Besonders positive Verkaufszahlen verzeichnete Hermes im US-Markt, trotz der Belastungen durch Zölle der Trump-Ära. Auch in der Region Asien-Pazifik, die für Hermes von erheblicher Bedeutung ist, konnte der Konzern zulegen.
Das Lederwarengeschäft bildete konzernweit mit einem währungsbereinigten Plus von 13,3 Prozent den Motor des Wachstums, entsprach jedoch nicht ganz den Erwartungen der Experten. Finanzvorstand Eric du Halgouet äußerte sich erfreulich zu den Fortsetzungen der Trends im laufenden vierten Quartal und unterstrich die Bestätigung der mittelfristigen Prognose. Das 1837 gegründete Unternehmen bleibt ein Aushängeschild des Luxussegments und bedient eine breite Produktpalette von Taschen bis hin zu Kleidung.

