Herausforderung Unternehmensnachfolge: Interim Management baut eine Brücke über die Nachfolgelücke
Das Nachfolge-Monitoring Mittelstand der KfW zeichnet ein kritisches Bild der Situation deutscher Unternehmen in Fragen der Unternehmensnachfolge. Interim Management ist ein sinnvoller Baustein einer Strategie zur Umsetzung des Nachfolgewunsches.

06. Mai 2025, 10:09 Uhr · Quelle: Pressebox
Die Unternehmensnachfolge im deutschen Mittelstand steht aufgrund des demografischen Wandels vor großen Herausforderungen, da viele Inhaber über 55 Jahre alt sind und eine Nachfolge oft nicht gefunden wird. Interim Management kann helfen, die Lücke zwischen Ausscheiden und Nachfolge zu schließen, indem es fehlendes Know-how und Ressourcen bereitstellt.

Wiesbaden, 06.05.2025 (PresseBox) - Der Mittelstand bildet das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Mehr als 99 % aller deutschen Unternehmen zählen nach Umsatz und Zahl der Beschäftigten zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). In ihnen arbeiten mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen des Landes, sie begründen die berufliche Zukunft von zwei Dritteln aller Auszubildenden und repräsentieren 97 % der für die deutsche Wirtschaft tonangebenden Exportwirtschaft.

Neben zahlreichen Herausforderungen, denen sich der Mittelstand in Deutschland langfristig und akut stellen muss, gewinnt ein Thema zunehmend an Bedeutung: Die Frage der Unternehmensnachfolge. Wer seine Firma mit Kunden verkaufen will, muss nicht nur einen geeigneten Nachfolger finden, sondern auch Strukturen übergeben, die Vertrauen und Kontinuität signalisieren. Laut KfW Nachfolge-Monitor Mittelstand 2024 steht noch bis Ende des laufenden Jahres 2025 in insgesamt 446.000 Unternehmen das Ausscheiden der Unternehmensführung bevor. Der Hauptgrund liegt im demografischen Wandel, bzw. sogar in seiner Übertreffung: Mehr als die Hälfte der Unternehmensinhaber sind aktuell 55 Jahre und älter. Entsprechend geben mehr als 60 % der Inhaber mit Rückzugsplänen ihr Alter aus ausschlaggebenden Grund an.

Zum Problem wird das Thema Unternehmensnachfolge durch das grundlegende Prinzip von Angebot und Nachfrage: Der wachsenden Zahl an Unternehmen, die in den nächsten Jahren die Nachfolge in der Unternehmensführung regeln müssen, steht ein stetiger Schwund beim Gründerinteresse gegenüber. Insbesondere die derivative Gründung, also die Unternehmensgründung auf Basis der Fortführung bestehender Unternehmensstrukturen, hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Lediglich rund 45.000 Gründer entschieden sich im Jahr 2023 für diese Strategie. Auch der Umstand, dass rund 90 % der deutschen KMU Familienunternehmen sind, ändert wenig an der Situation. Auch wenn mehr als die Hälfte der vor die Nachfolgefrage gestellten Unternehmen eine Weiterführung innerhalb der Familie anstreben, ist auch hier das Interesse der Nachfolgegeneration auf einem statistischen Tiefpunkt. In Summe zwingen die beschriebenen Bedingungen einen wachsenden Teil der betroffenen Unternehmer zu Entscheidung, ihr Unternehmen mit ihrem Ausscheiden ohne Nachfolge stillzulegen. Konkret planen im Laufe des Jahres laut KfW 231.000 Unternehmen diesen Schritt.

Unternehmensnachfolge vs. Stilllegung: Die Entscheidung allein reicht nicht aus

Das fehlende Interesse an einer Nachfolge ist aber nur einer, wenn auch der deutlich wichtigste Grund für eine Stilllegung. Neben der wirtschaftlichen Situation, die das Interesse an einer Nachfolge beeinflusst, sind viele Unternehmen mit dem Prozess einer Nachfolge überfordert: „Zu viel Bürokratie“, „Nachfolgersuche zu aufwendig“ oder „Verhandlungen mit Nachfolger gescheitert“ sind deshalb weitere Gründe, die von Betroffenen angeführt werden und deutlich darauf hinweisen, dass die mit einer Nachfolge verbundenen Prozesse Know-how verlangen, das nicht zwingend im Unternehmen vorhanden ist.

Für die Unternehmen, die trotz der beschriebenen Herausforderungen eine Unternehmensnachfolge anstreben, erweist sich der Zeitdruck als akut größtes Problem: Die für die erfolgreiche Organisation einer Unternehmensnachfolge erforderlichen Maßnahmen müssen bis zum geplanten Termin des Ausscheidens bewältigt werden. Gleichzeitig darf das Tagesgeschäft hierunter nicht leiden, nicht zuletzt, weil dadurch die Chancen einer erfolgreichen Nachfolge zusätzlich negativ beeinflusst würden. Laut KfW Nachfolge-Monitoring sind rund 20 % der an einer Nachfolge interessierten Unternehmen bereits so weit im Hintertreffen, dass eine unfreiwillige Stilllegung unausweichlich erscheint, wenn der geplante Zeitpunkt des Ausscheidens beibehalten werden soll. Selbst Unternehmen, die erst innerhalb der nächsten zwei Jahre die Nachfolge vollziehen müssten, sind zu rund einem Viertel nicht angemessen in den erforderlichen Maßnahmen fortgeschritten.

Interim Management als Geburtshilfe der Unternehmensnachfolge

Fehlende Zeit, fehlende Ressourcen und fehlendes Know-how sind demnach die Hauptprobleme die zwischen einer reellen Chance auf eine erfolgreiche Nachfolgeregelung und der ungewollten Stilllegung stehen. Interim Management besitzt das Potenzial, in allen drei Bereichen effektiv und effizient Abhilfe zu schaffen.

Die Entscheidung, das eigene Engagement über einen geplanten Abschied hinaus zu verlängern, ist nicht allein eine Frage der individuellen Flexibilität der Lebensplanung. Egal ob aus dem Ausscheiden der Unternehmensführung eine Nachfolge oder eine Stilllegung resultiert, ist mit ihm immer ein massiver Change-Prozess verbunden. Entsprechend müssen rechtzeitig klare Verhältnisse geschaffen werden, an denen sich alle Beteiligten orientieren und Prozesse gestaltet werden können. Sich frühzeitig für eine Übergabe der Geschäftsleitung an einen Interim Manager zu entscheiden, schafft Planbarkeit und Flexibilität. Der Plan die Geschäftsleitung abzugeben kann planmäßig umgesetzt werden und trotzdem kann zusätzliche Zeit für die Organisation einer langfristigen Nachfolge zu Verfügung gestellt werden.

Interim Manager können aber auch frühzeitig hinzugezogen werden. Während die noch aktive Geschäftsleitung die gewohnten Aufgaben der Geschäftsleitung fortführt, kann der Interim Manager sich schwerpunktmäßig mit der Suche nach einer Unternehmensnachfolge und/oder der Organisation des Übergangs befassen und in beratender und unterstützender Funktion auch nach der Übergabe die neue Geschäftsleitung begleiten. Dabei fungieren erfahrene Interim Manager nicht allein als Führungsvakanzen, die den laufenden Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten; richtig ausgewählt besitzen sie auch das erforderliche Know-how, die Erfahrung und die Netzwerke, die im Zusammenhang mit einer Unternehmensnachfolge benötigt werden und in den meisten Unternehmen nicht vorhanden sind.

Interim Aid ist der kompetente Ansprechpartner für Unternehmen, die eine Unternehmensnachfolge planen, eine Nachfolgelücke professionell überbrücken müssen oder fachkundige Unterstützung im Rahmen des Change-Prozesses benötigen. Dabei setzt Interim Aid auf erfahrene Interim Manager, die als Branchenexperten in zahlreichen Projekten strategischen Weitblick, Expertise, Verlässlichkeit und einen kühlen Kopf, um auch unter anspruchsvollen Voraussetzungen die richtigen Entscheidungen zu treffen, unter Beweis gestellt haben.

Quellen:
https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2025/Fokus-Nr.-481-Januar-2025-Nachfolge.pdf

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