Helmpflicht für Radfahrer: Schnieder setzt auf Eigenverantwortung und Infrastrukturausbau
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat sich entschieden gegen eine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrer ausgesprochen. In Berlin erklärte der CDU-Politiker, dass er jedem Radfahrer dringend empfiehlt, einen Kopfschutz zu tragen, jedoch soll die Entscheidung letztlich in der Verantwortung jedes Einzelnen liegen. Eine verpflichtende Regelung sieht Schnieder nicht als notwendig an.
Des Weiteren betonte der Minister, dass die Sicherheit im Radverkehr primär durch bauliche Maßnahmen und eine verbesserte Infrastruktur erhöht werden sollte. Getrennte Verkehrswege für verschiedene Teilnehmer, wie beispielsweise Fahrräder und Autos, könnten die Wahrscheinlichkeit von Unfällen erheblich verringern und damit den Radverkehr sicherer gestalten.
Schnieder brachte diese Standpunkte bei der Präsentation des neuen 'Fahrradklima-Tests' des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zur Sprache. Die Umfrage ergab, dass sich viele Radfahrende im Straßenverkehr nach wie vor unsicher fühlen, was den dringenden Handlungsbedarf im Ausbau sicherer Radwege unterstreicht.

