Heinisch entschuldigt sich für Gas-Kommentare: 'Falsche Signale vermeiden'
Der nordrhein-westfälische CDU-Politiker Jan Heinisch hat seine Äußerungen bezüglich des zukünftigen Erwerbs von russischem Gas öffentlich bedauert. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin 'Politico' stellte der Vizevorsitzende der CDU-Landespartei klar, dass es derzeit essenziell sei, keine missverständlichen Signale in Richtung Russlands zu senden, insbesondere in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Spannungen.
Heinisch, der auch Teil der Arbeitsgruppe Klima und Energie bei den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD war, hatte vor kurzem geäußert, dass ein zukünftiger Kauf von russischem Gas in Betracht gezogen werden könnte, sollte ein gerechter und sicherer Frieden erreicht werden. Dabei betonte er die Notwendigkeit offener Diskussionen über mögliche Transportwege, inklusive der zerstörten Pipeline Nord Stream 2 und alternativer Routen über See oder Pipeline, um den Wettbewerb zu wahren. Diese Aussagen hatten sowohl in der Öffentlichkeit als auch innerhalb seiner Partei für erheblichen Wirbel gesorgt.
Unter Berufung auf das Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin, insbesondere in Bezug auf die jüngsten Vorschläge für eine Waffenruhe, stellte Heinisch fest, dass jegliches Entgegenkommen und die Aussicht auf Sanktionserleichterungen als verfrüht und möglicherweise schädlich angesehen werden müssen. Es gelte, in der derzeitigen angespannten Lage keine falschen Signale zu senden.

