Hat die US-Regierung 170.000 BTC verkauft? Marshals enthüllen schockierende Bitcoin-Bestände
Ein Gerücht verbreitet sich rasant unter Krypto-Investoren, dass die US-Regierung nahezu 170,000 BTC heimlich verkauft haben könnte, wodurch ein Bruchteil ihrer angenommenen Bestände intakt bleibt. Die Spekulation begann, nachdem der US Marshals Service als Antwort auf eine FOIA-Anfrage offenlegte, dass er derzeit nur 28,988 BTC im Wert von etwa $3,4 Milliarden hält.
Viele Krypto-Investoren interpretierten diese Mitteilung dahingehend, dass die Gesamtreserven der Bundesregierung an Bitcoin von der lang angenommenen Zahl von rund 200.000 BTC gesunken sind. Die Behauptung wurde auf der Social-Media-Plattform X verstärkt, wo sogar einige öffentliche Persönlichkeiten auf das vermeintlich enorme strategische Verkaufen der US-Regierung reagierten.
FOIA-Anfrage missinterpretiert
Die Verwirrung, dass die US-Regierung den Großteil ihrer Bitcoin-Bestände verkauft hat, scheint aus Missinterpretationen der spezifischen Bestände des US Marshals Service mit denen der gesamten Bundesregierung zu resultieren. Die FOIA-Anfrage, die die Debatte auslöste, wurde von der Journalistin L0la L33tz eingereicht, und sie spiegelt korrekt wider, dass die Marshals weniger als 29.000 BTC kontrollieren. Dennoch repräsentiert dies nur das Bitcoin-Vermögen, das von dieser speziellen Behörde verwaltet wird.
On-Chain-Daten von der Blockchain-Analysefirma Arkham Intelligence bieten ein sehr unterschiedliches Bild. Laut Arkham hält die US-Regierung insgesamt immer noch etwa 198,000 BTC, im Wert von über $23,46 Milliarden beim aktuellen Bitcoin-Preis. Diese Coins sind über verschiedene Bundesbehörden verteilt und nicht auf die Bestände der Marshals beschränkt. Dennoch hielt sich das Missverständnis schnell.
Sogar US-Senatorin Cynthia Lummis, eine bekannte Bitcoin-Unterstützerin, reagierte auf das Gerücht und sagte, "I'm alarmed by reports that the U.S. has sold off over 80% of its Bitcoin reserves, leaving just ~29,000 coins. If true, this is a total strategic blunder and sets the United States back years in the bitcoin race."
Was, wenn die USA leise 170.000 BTC verkauft hat?
Die Auswirkungen auf den breiteren Kryptomarkt wären enorm, wenn die US-Regierung tatsächlich 170,000 BTC heimlich verkauft hätte. Ein solcher Verkauf würde massiven Verkaufsdruck entfesseln und einen starken Rückgang des Bitcoin-Preises verursachen. Dies würde das Vertrauen der Anleger in den breiteren Kryptomarkt erschüttern und eine Kettenreaktion von Liquidationen über andere Kryptowährungen hinweg auslösen. Ein solches Vorgehen würde nicht nur technische Zusammenbrüche in der Preisstruktur verursachen, sondern auch die Möglichkeit von Regierungen auf der ganzen Welt, Krypto als strategische Reserve zu halten, zunichtemachen.
Darüber hinaus würde ein solcher Verkauf direkt der im Frühjahr dieses Jahres festgelegten Richtung der Bundespolitik widersprechen. Im März unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Exekutivanordnung, die alle Bundesbehörden anwies, ihre Bitcoin- und Digital Asset-Bestände an das US-Finanzministerium zu übertragen. Die Anordnung formalisierte die Schaffung einer Bitcoin-Reserve, die die Kryptowährung als nationales Gut anerkennen sollte. Angesichts dieser Politik erscheint es unter der aktuellen Trump-Administration äußerst unwahrscheinlich, dass die USA die Mehrheit ihrer Bitcoin-Bestände heimlich verkaufen würden.
Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Bitcoin bei $118,360.

