Harmonie statt Hyperventilieren: Dobrindts Appell an die Koalition
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU hat sich für mehr Gelassenheit innerhalb der schwarz-roten Koalition ausgesprochen. In einem Interview mit dem Magazin 'Stern' riet er den Spitzenpolitikern, weniger auf die Social-Media-Beiträge ihrer Kollegen zu achten, um zu einer harmonischeren Zusammenarbeit beizutragen. 'Harmonie statt Hyperventilieren könnte doch ein Motto für den Herbst sein', schlug Dobrindt mit einem Augenzwinkern vor.
Trotz erzielter Erfolge in den ersten Monaten der Amtszeit sieht Dobrindt noch Optimierungspotenzial in der Kooperation zwischen den Koalitionspartnern. Er betonte die Notwendigkeit intensiverer Abstimmungen und einer stärkeren Anerkennung der Herausforderungen des Partners. 'Eine Lehre aus der Vergangenheit lautet: Probleme frühzeitig besprechen und nicht erst den Schaden abwarten', so der Minister.
Den Vorschlag des Bundesfinanzministers Lars Klingbeil von der SPD, Steuererhöhungen in Betracht zu ziehen, wies Dobrindt zurück. Stattdessen plädierte er dafür, den bestehenden Koalitionsvertrag abzuarbeiten, bevor neue Aufgaben angegangen werden, die zwangsläufig zu Debatten führen könnten.

