Hapag-Lloyd setzt wieder Kurs durch das Rote Meer

Nach über zwei Jahren Pause kehrt die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd zurück auf die Route durch das Rote Meer, die zuletzt aufgrund von Angriffen der Huthi-Miliz gemieden wurde. Ab Mitte Februar wird der IMX-Service, Teil der gemeinsamen Gemini Cooperation mit der dänischen Reederei Maersk, die Verbindung zwischen Indien, dem Nahen Osten und dem Mittelmeer wieder über das Rote Meer sowie den Suezkanal aufnehmen. Der Schutz der Schiffe wird dabei von Marineeinheiten gewährleistet.
Die Region bleibt weiterhin für viele Reedereien ein sensibles Gebiet. Bedingt durch die Bedrohungen der, mit Israel verfeindeten, Huthi-Miliz aus dem Jemen, entschieden sich viele, die gefährliche Route zu meiden und stattdessen entlang der Südspitze Afrikas zu fahren. Diese Alternativroute erhöht zwar die Frachtkosten, erlaubt es den Reedereien jedoch, von höheren Frachtraten zu profitieren.
Im Rahmen des erneuten Einsatzes durch den Suezkanal wurden die Containerschiffe "Albert Maersk" und "Astrid Maersk" bereits in Bewegung gesetzt. Hapag-Lloyd betont die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards, um die Unversehrtheit von Besatzungen, Schiffen und Ladung zu gewährleisten.
Die seit Februar des vergangenen Jahres bestehende Gemini Cooperation zwischen Hapag-Lloyd und Maersk ermöglicht beiden Reedereien, insgesamt 29 Mainliner- und 29 Shuttle-Dienste auf bedeutenden Ost-West-Handelsrouten zu betreiben. In der Rangordnung der größten Reedereien weltweit steht Maersk hinter MSC an zweiter Stelle, während Hapag-Lloyd Platz fünf einnimmt.

