Handwerkskammer Karlsruhe: Laut einer Studie lohnt sich Arbeiten im Handwerk – auch finanziell

06. Juni 2025, 07:56 Uhr · Quelle: Pressebox
Eine neue Studie belegt, dass eine Karriere im Handwerk finanziell attraktiv ist, mit hohen Ausbildungsvergütungen und Verdienstmöglichkeiten für Gesellen und Meister. Die Konkurrenzfähigkeit der Gehälter und das wachsende Interesse an Fachkräften sind klare Indikatoren für die positiven Aussichten im Handwerkssektor.

Karlsruhe, 06.06.2025 (PresseBox) - Das Vorurteil, das Handwerk bezahle schlecht, hält sich hartnäckig. Jetzt belegt eine neue Studie aus Baden-Württemberg: Wer sich für eine Karriere im Handwerk entscheidet, trifft auch finanziell eine starke Wahl.

Das Handwerk in Baden-Württemberg punktet auch mit attraktiven Verdienstmöglichkeiten. Das zeigt die neue Vergütungserhebung des Ludwig-Fröhler-Instituts (LFI) im Auftrag der acht baden-württembergischen Handwerkskammern. „Von Anfang an bezahlt das Handwerk gegenüber anderen Branchen konkurrenzfähige Vergütungen“, stellt Karsten Lamprecht, Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe fest. Inder Ausbildungsvergütung liege das Handwerk im bundesweiten Vergleich vorn.

Die höchsten durchschnittlichen Vergütungen im ersten Lehrjahr im Handwerk erhalten Elektrotechniker und Kraftfahrzeugtechniker, Maurer und Betonbauer, Zimmerer sowie Metallbauer. Sie verdienen rund 1.000 Euro brutto pro Monat – nur Pflege und öffentlicher Dienst zahlten da mehr. Fertig ausgebildete Gesellen verdienen im Schnitt über 3.100 Euro brutto – in Berufen wie dem Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Handwerk oder der Feinwerkmechanik sind es sogar bis zu 3.700 Euro.

Wer nach der Gesellenausbildung noch die Meisterschule absolviert, könne monatlich bis zu 1.500 Euro mehr verdienen. „Das ist ein klares Signal an alle Gesellinnen und Gesellen da draußen: Eine Fortbildung zum Meister oder zur Meisterin zahlt sich definitiv aus“, sagt Walter Bantleon, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Karlsruhe. Insgesamt stünden Meisterinnen und Meister, die Führungsebene im Handwerk, mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von rund 4.500 Euro und Spitzenverdiensten von bis zu 8.000 Euro im Monat Bachelorabsolventen in Industrie- oder Dienstleistungsbranchen in nichts nach.

Gerade in Zeiten des wachsenden Fachkräftebedarfs würden gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker gesucht – und entsprechend bezahlt. „Aktuell warten Handwerksbetriebe im Schnitt acht Monate auf passende Auszubildende. Gesellen- und Meisterstellen sind im Schnitt sogar zehn Monate unbesetzt“, berichtet Bantleon. Um Fachkräfte anzulocken, würden daher die Betriebe öfter auf eine hohe Vergütung setzen.

Entscheidend sei für die Unternehmen bei den Gehältern vor allem die Qualifikation, Erfahrung und der Einsatz der Mitarbeitenden, so Lamprecht: „Im Handwerk gilt: Wer mehr kann, verdient mehr. Die Betriebe zahlen überdurchschnittlich, wenn Fachwissen, Führungsverantwortung oder besondere Leistungsbereitschaft im Vergleich zu den Kolleginnen und Kollegen vorliegen.“ Dabei spiele es keine Rolle, ob ein Unternehmen auf dem Land oder in der Stadt sei. „Die Studie zeigt, dass es hier keine Unterschiede gibt: Im Handwerk wird über die Regionen hinweg gleich gut bezahlt“, so Lamprecht weiter.

Die Studie zeigt aber auch: Es gibt noch Verbesserungspotenziale. Den Betrieben ist laut der Umfrageergebnisse zwar klar, dass die Vergütung – nach Betriebsklima und persönlichem Kontakt – der drittwichtigste Faktor für die Mitarbeiterbindung im Handwerk sei. Trotzdem kommunizierten sie die sehr guten Entwicklungsmöglichkeiten beim Gehalt, die sie ihren Fachkräften bieten, häufig nicht nach außen, stellt Bantleon fest: „Dieses Potenzial der Mitarbeitergewinnung bleibt leider oft ungenutzt. Dabei ist eins klar: Gute Bezahlung zieht Fachkräfte an, und da brauchen wir uns im Handwerk nicht zu verstecken.“

Die meisten Handwerksbetriebe bieten laut der Umfrage außerdem zusätzliche monetäre Anreize, wie etwa kostenlose Arbeitskleidung oder Weihnachtsgeld. Die Studie zeigt, dass es von Zusatzversicherungen oder dem 13. Monatsgehalt bis hin zur Beteiligung bei Kinderbetreuungskosten oder der Übernahme der Weiterbildungskosten weitere monetäre Anreize gäbe.

Zum Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe gehören die Stadt Karlsruhe und der Landkreis Karlsruhe, die Stadt Pforzheim und der Enzkreis, der Landkreis Calw sowie die Stadt Baden-Baden und der Landkreis Rastatt. In rund 20.700 Betrieben sind dort 115.000 Handwerkerinnen und Handwerker beschäftigt, die im vergangenen Jahr 18,2 Milliarden Euro erlösten.

Hintergrundinformationen zur Studie:

Über 2.280 Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg, die eine repräsentative Stichprobe des baden-württembergischen Handwerks abbilden, haben an der Online-Befragung Anfang 2025 im Rahmen dieser Studie teilgenommen. Insgesamt wurden so mehr als 8.280 Vergütungsdatensätze erhoben.

Ausbildung / Jobs
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