Handelsstreit: Smartphones und Laptops von Sonderzöllen ausgenommen
Die jüngste Entscheidung der US-Regierung, wichtige Elektronikprodukte von Sonderzöllen auszunehmen, sorgt für Erleichterung bei amerikanischen Computertechnik-Anbietern. Smartphones, Laptops, Festplatten und Speicherchips gehören zu den 20 Produktkategorien, die von den Abgaben befreit sind.
Diese Entwicklung markiert einen Rückzug von Präsident Donald Trumps ursprünglich rigoroser Zollpolitik und betrifft Produkte, die größtenteils in Asien, vornehmlich China, gefertigt werden. Dennoch bleibt das Verhältnis zu China angespannt, da die USA Zusatzzölle von 145 Prozent auf chinesische Importe erheben und China im Gegenzug seine Zölle auf US-Waren auf 125 Prozent anhebt.
Besonders Apple profitiert von den neuen Regelungen, da ein Großteil seiner Produktion in China erfolgt. Auch US-Unternehmen, die im Bereich der künstlichen Intelligenz expandieren, können aufatmen, da viele ihrer Komponenten im Ausland hergestellt werden.
Dells Server etwa, die Nvidia-Chips aus Taiwan nutzen, stehen im Fokus dieser Entwicklungen. In Europa warnt der Ifo-Chef Clemens Fuest vor einer möglichen Weltwirtschaftskrise infolge der protektionistischen Maßnahmen. Die USA könnten ihre Rolle als verlässlicher Handelspartner gefährden, was globale Unsicherheiten verstärkt.
Inmitten dieser Spannungen schwebt die Idee eines neuen transatlantischen Freihandelsabkommens, wie der CDU-Politiker Friedrich Merz in einem Interview betonte. TTIP könnte eine Wiedergeburt erleben, um die Handelsbeziehungen zwischen Europa und den USA zu glätten.
Das Thema wird auch von Jens Spahn aufgenommen, der Friedrich Merz das Potenzial zuspricht, als Kanzler Europa zu ünen und dem Protektionismus eine klare Absage zu erteilen. Ein geeintes Europa mit neuen Handelspartnern könnte ein starkes Signal gegen die aktuelle Zollpolitik der USA setzen.

