Handelsstreit: BGA mahnt zur Besonnenheit in den Verhandlungen mit den USA
Im anhaltenden Handelsstreit mit den USA appelliert der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) an die Europäische Union, ihre ruhige und besonnene Verhandlungsführung beizubehalten. Dirk Jandura, der Präsident des BGA, betonte gegenüber der Mediengruppe Bayern die Notwendigkeit, dass Brüssel seine strategisch geschickte Linie nicht verlässt und auf die Dienstleistungen hinweist, wo ein Defizit gegenüber den USA besteht.
Dabei zollte er den EU-Unterhändlern Anerkennung für ihr bisheriges Vorgehen. Jandura lobte den sachlichen und strategischen Ansatz der EU in den Verhandlungen und stellte fest, dass diese erfolgreich die Interessen der Mitgliedsstaaten gebündelt habe, während sie mit den USA auf Augenhöhe verhandelte. Wichtig sei dabei, die Gespräche nicht zur Eskalation zu bringen.
Während US-Präsident Donald Trump eine Erhöhung der Zölle bis zum 9. Juli ausgesetzt hat, um eine Einigung mit globalen Handelspartnern wie der EU anzustreben, warnte Jandura davor, die Bedeutung der USA sowohl zu unterschätzen als auch zu überschätzen. Ein Misserfolg in den Verhandlungen könnte zwar erhebliche negative Auswirkungen haben, würde aber nicht den 'Untergang des Abendlandes' bedeuten, so Jandura. Seine Botschaft an Europa ist eindeutig: Gelassenheit bewahren und keine Kurzschlusshandlungen begehen.

