Handelskonflikte belasten deutsche Lkw-Aktien weiter
Die Aktienkurse der deutschen Lastwagenbauer stehen weiterhin unter Druck, belastet durch neue Zollsorgen. Vor Markteröffnung auf der Handelsplattform Tradegate verzeichneten die Anteile von Daimler Truck einen Rückgang um 2,4 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs. Zugleich sanken die Aktien der VW-Tochter Traton um 1,6 Prozent. Bereits am Vortag hatten die Daimler-Truck-Aktien ein neues Tief seit Mai erreicht, während Traton das Niveau von Anfang Juli einnahm.
Die Unsicherheiten rühren von geplanten Zollerhebungen durch US-Präsident Donald Trump, der beabsichtigt, für Lastwagen spezifische Abgaben einzuführen. Im Gegensatz zu europäischen Autos, deren Importzölle rückwirkend auf 15 Prozent gesenkt wurden, sollen für große Lastwagen ab Oktober Zölle von 25 Prozent gelten. Darüber hinaus plant Trump, die Zollabgaben für Einfuhren bestimmter anderer Produktgruppen, wie Arzneimittel und Möbel, zu erhöhen.
Wie der Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management betont, stehen bei den Handelskonflikten weniger die genauen politischen Maßnahmen im Vordergrund. Vielmehr ist es die zusätzliche Unsicherheit, die die Märkte belastet und die Investoren verunsichert.

