H-1B-Gebühren belasten indische IT-Aktien
Indiens IT-Aktien erlitten am Montag einen Rückschlag von fast 3%, nachdem US-Präsident Donald Trump neue H-1B Visagebühren in Höhe von 100.000 US-Dollar eingeführt hatte. Diese Maßnahme bedroht das seit Jahren etablierte Modell, qualifizierte Arbeitskräfte in die USA zu entsenden.
Der IT-Index war der größte Verlierer unter den Sektoren und zog den Benchmark-Index Nifty 50 um 0,2% nach unten. Alle zehn Aktien des Index verzeichneten Kursverluste, wobei Tech Mahindra mit einem Rückgang von 4,2% an der Spitze stand. Auch Schwergewichte wie TCS, Wipro und Infosys mussten Einbußen von 2,4%, 2,2% und 2,5% hinnehmen. Zudem sanken die in den USA notierten Aktien von Infosys und Wipro am Freitag um 3,4% bzw. 2,1%.
Indiens IT-Branche mit einem Volumen von 283 Milliarden Dollar generiert etwa 57% ihrer Einnahmen in den USA und hat in der Vergangenheit stark von den amerikanischen Arbeitsvisa-Programmen profitiert. Analysten von TD Cowen merkten an, dass die aktuellen Entwicklungen neue Unsicherheiten für die Branche mit sich bringen, die ohnehin von geopolitischen und makroökonomischen Risiken belastet wird.
Die Ankündigung der erhöhten H-1B-Gebühren führte zu Verwirrung unter den Visa-Inhabern, die befürchteten, nach Einführung der neuen Regelungen nicht mehr in die USA einreisen zu können. Seit Jahresbeginn sind die IT-Aktien um 15,6% gesunken, während der Nifty 50 einen Anstieg von 7,1% verzeichnete.

