Gucci: Luxus, Legenden und Leinwanddrama - Arte beleuchtet die Geschichte des Mode-Imperiums
Die weltbekannte Luxusmarke Gucci, ein Juwel im Portfolio des französischen Konzerns Kering, bekommt mit einer neuen Arte-Dokumentation nochmals einen dramaturgischen Anstrich. Der Film 'Gucci - Luxus, Lust & Drama' entführt die Zuschauer in eine 50-minütige Reise durch die faszinierende und mitunter skandalträchtige Historie der italienischen Modemarke.
Der journalistische Blick von Arte unterscheidet sich wohltuend von Ridley Scotts 'House of Gucci'. Der Star-besetzte Hollywood-Streifen, der Lady Gaga in der Rolle der intriganten Patrizia Reggiani zeigt, konzentriert sich vor allem auf das prunkvolle, aber dramatische Leben abseits der Laufstege der 1960er Jahre. Die Dokumentation auf Arte hingegen verfolgt einen chronologisch strukturierten Erzählstrang und beleuchtet die Entwicklung von Gucci bis in die Zeiten von Tom Fords streitbarem 90er Jahre-Chic.
Alles beginnt in einer bescheidenen Werkstatt in Florenz, gegründet von Guccio Gucci 1921. Hier entsteht der Grundstein für ein weltweites Modeimperium, das zunächst für elegante Reisegepäcke bekannt wurde. Mit der Erschließung weiterer Märkte und der Hinzunahme von Kleidung, Parfüm und Accessoires wächst nicht nur das Sortiment, sondern auch der Ruhm der Marke. Prominente wie Grace Kelly und Jackie Kennedy fördern in den glamourösen 60er Jahren den Aufstieg der Marke zum Statussymbol.
In den 90er Jahren verpasst Designer Tom Ford dem Label dann ein modernes Update, das von Pop-Ikonen wie Madonna und Ikonenmodellen wie Kate Moss gehypt wird. Trotz aller Erfolge zeigt die Arte-Dokumentation auch die Schattenseiten der Marke, dominiert von familieninternen Streitigkeiten und dem berüchtigten Mord an Maurizio Gucci. Arte gelingt damit eine spannende, jedoch bisweilen detailverliebte Aufarbeitung der bewegten Geschichte eines der bedeutendsten Modehäuser der Welt.

