Grund zur Sorge? Call of Duty: Black Ops 7 bleibt bei Vorbestellungen deutlich hinter Battlefield 6 zurück
Der monumentale Erfolg von Battlefield 6 scheint seine Schatten vorauszuwerfen und sorgt für Unruhe im Lager des ewigen Konkurrenten. Jüngste Analyse-Berichte malen ein auf den ersten Blick düsteres Bild für das kommende Call of Duty: Black Ops 7. Laut Daten von Alinea Analytics hat Activisions kommender Shooter auf der populären Plattform Steam bisher lediglich 200.000 Vorbestellungen generiert. Ein weiterer Bericht von Eurogamer unterstreicht diese vermeintliche Schwäche: Auf den Steam-Wunschlisten rangiert der Titel abgeschlagen auf Platz 173, sogar hinter Underdogs wie dem Gothic-Remake. Es sind Zahlen, die eine Wachablösung im Genre zu proklamieren scheinen.
Die trügerische Macht der Zahlen
Doch wer nun den Abgesang auf den unangefochtenen König der Shooter anstimmt, verkennt die komplexe Architektur seines Imperiums. Die reinen Vorbestellungszahlen auf Steam sind für eine Marke wie Call of Duty kaum mehr als ein Sturm im Wasserglas. Sie sind keinesfalls ein verlässlicher Indikator für den zu erwartenden Gesamterfolg des Spiels. Allein auf dem PC existiert ein ganzes Netzwerk an Vertriebsplattformen, darunter der hauseigene Battle.net-Launcher und der Microsoft Store, die für die treue Fangemeinde oft die primäre Anlaufstelle darstellen. Steam mag ein bedeutendes Königreich im PC-Gaming sein, für den globalen Feldzug von Call of Duty ist es jedoch nur eine von vielen Provinzen.
Der schlafende Riese der Markentreue
Analysten wie Vic Bassey von Video Game Insights warnen davor, die Daten von Wunschlisten bei jährlich erscheinenden Franchise-Giganten überzubewerten. Ähnlich wie bei FIFA (jetzt EA Sports FC), sei die Kaufbereitschaft für potenzielle Fortsetzungen bei der etablierten Spielerschaft enorm hoch. Man packt den neuesten Ableger nicht auf eine Wunschliste, man kauft ihn. Rhys Elliot von Alinea Analytics geht sogar noch einen Schritt weiter und beschreibt Call of Duty als ein „Multiplattform-Kraftpaket“, dessen Verkaufsbasis weit über den PC-Markt hinausreicht. Die Gelegenheitsspieler-Basis des Franchise stelle jene von Battlefield in den Schatten. Es handelt sich um eine tief verwurzelte, globale Anhängerschaft, die den neuesten Teil aus Gewohnheit und unerschütterlicher Markentreue erwirbt.
Die unaufhaltsame Marketing-Maschinerie
Diese Loyalität wird von einer perfekt geölten Marketing-Maschinerie unaufhörlich befeuert. Die nahtlose Integration mit dem Free-to-Play-Koloss Warzone sorgt dafür, dass Millionen von Spielern permanent Werbeaktionen, In-Game-Promotionen und sozialen Verknüpfungen ausgesetzt sind, die Aufmerksamkeit unweigerlich in Käufe umwandeln. Selbst wenn Black Ops 7 in den Augen von Enthusiasten und Fachpresse weniger aufregend erscheinen mag, garantiert die schiere Reichweite dieses Ökosystems einen massiven Absatz, sobald der Titel offiziell erscheint. Während Battlefield 6 seinen wohlverdienten Moment des Triumphs genießt, wird das gewaltige Momentum von Call of Duty den Konkurrenten auf lange Sicht höchstwahrscheinlich wieder überholen. Dennoch besteht Hoffnung für die langfristige Gesundheit der Battlefield-Reihe, wenn EA seine Roadmap klug umsetzt und im überfüllten Shooter-Markt eine echte, dauerhafte Alternative etabliert.
Call of Duty: Black Ops 7


